Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzerklärung » OK
  • Engel_Sports_1_GWEN_Magazine.jpg
    Die Sportkleidung von Engel besteht fast vollständig aus Merinoschurwolle und Seide.
  • Engel_Sports_GWEN_Magazine.jpg
    Erst Anfang September fand Greenpeace in Schnee- und Wasserproben aus acht entlegenen Gebirgsregionen gesundheitsschädliche Chemikalien, die die Textilindustrie für wetterfeste Funktionskleidung verwendet.
  • Mehlwuermer_GWEN_Magazine.jpg
    Dem Durchschnitteuropäer vergeht der Appetit, wenn er Mehlwürmber auf seinem Teller liegen sieht.
  • Falscher_Hase_GWEN_Magazine.jpg
    Die Studentin Carolin Schulze will dem formbaren Fleisch der Tierchen deshalb ein ansprechenderes Aussehen verpassen.
  • Varianten_H_tour_GWEN_Magazine.jpg
    Mit ein paar Handgriffen lässt sich der Fahrradanhänger H tour zum Handwagen oder zur Sackkarre umfunktionieren.
  • Fahrradanhaenger_H_tour_GWEN_Magazine.jpg
    Beschädigte Teile lassen sich leicht austauschen, was die Lebensdauer von H tour – hier als Rikscha – deutlich verlängert.
  • Eine_Welt_Solar_Kollektor_Rendering_GWEN_Magazine.jpg
    Der Eine-Welt-Solar-Kollektor ist fast ganz aus Kunststoff gefertigt – und dementsprechend kostengünstig.
  • Eine_Welt_Solar_Kollektor_Indien_GWEN_Magazine.jpg
    Damit könnte der Eine-Welt-Solar-Kollektor besonders in sonnenverwöhnten Entwicklungs- und Schwellenländern die Energieversorgung klimafreundlicher gestalten, so wie hier in Indien.
  • Jury_Bundespreis_Ecodesign_GWEN_Magazine.jpg
    Die Juroren (von links): Nicola Stattmann, Werner Aisslinger, Dietlinde Quack, Günter Horntrich, Thomas Holzmann, Rita Schwarzelühr-Sutter, Friederike von Wedel-Parlow, Theresa Keilhacker und Ferdinand Ulrich
24.11.2015|Bessermacher
Bundespreis Ecodesign

Die vier besten Sieger-Projekte

Bundespreis Ecodesign – Gestern Abend haben Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Maria Krautzberger, die Präsidentin des Umweltbundesamtes, in Berlin den Bundespreis Ecodesign 2015 vergeben. GWEN Magazine stellt die vier besten Sieger-Projekte vor.

Der Bundespreis Ecodesign würdigt Produkte, Dienstleistungen und Konzepte, die möglichst geringe negative Auswirkungen auf die Umwelt haben – von der Rohstoffgewinnung über die Produktion und Nutzung bis hin zur Entsorgung. Seit 2012 vergeben einmal jährlich Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt die Auszeichnung in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Design Zentrum Berlin (IDZ).

Die neunköpfige Jury hat aus den 33 nominierten Einreichungen acht Gewinner gekürt. GWEN Magazine hat eine Auswahl getroffen und stellt die vier vielversprechendsten Sieger-Projekte vor:

  • Engel Sports: Der Textilhersteller Engel aus dem schwäbischen Pfullingen produziert Funktionswäsche, die fast vollständig aus Merinoschurwolle und Seide besteht. Wie wichtig Sport- und Outdoorkleidung aus natürlichen Materialien ist, hat erst Anfang September eine Greenpeace-Studie ans Licht gebracht: Die Umweltschutzorganisation fand in Schnee- und Wasserproben aus acht entlegenen Gebirgsregionen gesundheitsschädliche Chemikalien, die die Textilindustrie für wetterfeste Funktionskleidung verwendet. Engel überzeugte die Jury des Bundespreis Ecodesign 2015 in Kategorie „Produkt“.

  • Falscher Hase/Bug’s Bunny: Wenn es darum geht, die Welternährungsprobleme der Zukunft zu lösen, spielen Insekten eine wichtige Rolle. Denn für ein Kilo Rindfleisch müssen Viehhalter zehn Kilo Futtermittel aufwenden. Dabei könnten sie daraus auch ganze neun Kilogramm Fleisch aus Mehlwürmern produzieren. Nur leider vergeht dem Durchschnitteuropäer der Appetit, wenn er die Tierchen auf seinem Teller liegen sieht. Sollte dieser Ekel tatsächlich nur ästhetische Gründe haben, könnten ihm Carolin Schulze, Studentin an der Kunsthochschule Halle, entgegenwirken. Ihre Idee: dem formbaren Mehlwurmfleisch mit einem 3D-Drucker ein ansprechenderes Aussehen verleihen, zum Beispiel das eines Hasen. Schulze gehört zu den Gewinnern in der Kategorie „Nachwuchs“.

  • Fahrradanhänger H tour: Gerade in chronisch verstopften Großstädten muss der Verkehr dringend vom Auto aufs Fahrrad verlagert werden. Dabei leistet der Fahrradanhänger H tour willkommene Dienst. Mit ein paar Handgriffen lässt er sich zum Handwagen oder zur Sackkarre umfunktionieren – oder in Sekundenschnelle zusammenlegen und platzsparend lagern. Ein weiterer Pluspunkt: Beschädigte Teile lassen sich leicht austauschen, was die Lebensdauer von H tour deutlich verlängert. Die Münchner Firma hinterher.com, die den Anhänger entwickelt hat, gehört zu den Gewinnern in der Kategorie „Produkt“.

  • Eine-Welt-Solar-Kollektor: Anders als herkömmliche Solarpaneele aus Metall und Glas, die erhebliche Mengen energieintensiver Materialien wie Kupfer und Aluminium benötigen, ist der Eine-Welt-Solar-Kollektor fast ganz aus Kunststoff gefertigt – und dementsprechend kostengünstig. Damit könnte er besonders in sonnenverwöhnten Entwicklungs- und Schwellenländern die Energieversorgung klimafreundlicher gestalten, auch wenn er einen etwas schlechteren Wirkungsgrad hat als seine konventionellen Vettern. Die österreichische Herstellerfirma Sunlumo Technology gewann in der Kategorie „Produkt“.

Wer diese und die anderen vier Gewinner (siehe Info-Kasten) des Bundespreises Ecodesign 2015 mit eigenen Augen sehen möchte, muss sich noch bis zum 14. März 2016 gedulden. Dann nämlich eröffnet im Ludwigsburger Museum für Information und Kunst eine Wanderausstellung, die durch die ganze Republik touren wird. Wo sie überall Station machen wird, steht derzeit allerdings noch nicht fest. haw

© 2014 - 2020 GWEN Magazine