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    WeFood in Kopenhagen
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    Blick auf den Laden
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    Restlos Glücklich Team
12.04.2016|Bessermacher
WeFood und Restlos Glücklich

Das kommt nicht in die Tüte

In Kopenhagen hat ein Supermarkt geöffnet. Was ihn von anderen Supermärkten unterscheidet? WeFood verkauft Lebensmittel die entweder das Haltbarkeitsdatum überschritten haben, oder deren Verpackung demoliert ist und die somit unverkäuflich wären.

Allein in Deutschland landen 18 Millionen Tonnen Lebensmittel jährlich im Abfall. Das sind 313 Kg Lebensmittel pro Sekunde. 2,4 Tonnen davon wären vermeidbar, so der WWF.

In Deutschland ist der Handel dazu verpflichtet, Produkte nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums auszusortieren.Es ist aber so, dass viele Produkte auch nach Ablauf dieses Datums noch völlig genießbar sind. Es ist aber nicht erlaubt, diese weiterhin zu verkaufen.

In Frankreich müssen Supermärkte seit Mitte des letzten Jahres, nicht verkaufte Lebensmittel spenden. In Deutschland gibt es kein Gesetz dafür. Die Bundesregierung setzt auf „freiwillige Verhaltensänderung“. Gerade in Deutschland werden sehr hohe Erwartungen an Frische und Verfügbarkeit der Ware gestellt. Ein Großteil der Lebensmittel, die nicht im Einkaufswagen landen, werden aufgrund von Optik und Textur von der sehr wählerischen Kundschaft geschmäht. Einige Geschäfte lassen gemeinnützige Tafeln die unverkäuflichen Nahrungsmittel abholen und diese an Bedürftige weitergeben.

 

WeFood

Für etwa die Hälfte des Originalpreises lassen sich im dänischen Supermarkt WeFood die Dinge kaufen, welche andere Lebensmittelhändler bereits ausrangierten. Laut der Süddeutschen Zeitung, bezieht der Laden seine Produkte teilweise von dänischen Supermärkten, teilweise von lokalen Importfirmen, Metzgern oder kleineren Landwirtschaftsbetrieben.Die Verkäufer, die alle ehrenamtlich arbeiten, holen die Waren selbst ab.

Restlos Glücklich

Der Lebensmittelverschwendung zum Trotz, wird in dem neu eröffneten Berliner Restaurant "Restlos Glücklich" ebenfalls nur mit aussortierten Lebensmitteln gekocht. Hier werden nach Möglichkeit biologische, saisonale und regionale Produkte verwendet. Um das Bewusstsein für das Thema Lebensmittelverschwendung zu stärken, bietet das Non-Profit Restaurant Kochkurse und Workshops an. Essen kann man hier nicht jeden Tag. Wann man die wechselnden 3-Gänge Menüs ausprobieren kann, verrät die Webseite. Reservieren ist empfohlen.

 

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