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07.01.2016|Bücher
Rezension

Hoffnung für die Zukunft

Rezension – In 18 Bänden hat das Forum für Verantwortung den Status quo der Erde ausgebreitet. In der 19. Ausgabe, Stephan Rammlers „Schubumkehr – Die Zukunft der Mobilität“, richten die Forscher ihren Blick nun endlich nach vorne – und der lässt hoffen.

Geschichten von einer gelingenden Zukunft zu schreiben ist sicher eine bessere Idee als einen Wettbewerb der Krisenanalysen und Untergangsszenarien auszuloben. Den erleben wir ja sowieso jeden Tag aufs Neue. In seinem Buch „Schubumkehr – Die Zukunft der Mobilität“ widmet sich Stephan Rammler, Professor für Transportation Design und Social Sciences an der Hochschule der Bildenden Künste Braunschweig, einem Thema, in dem sich wie in einem Brennglas zentrale Zukunftsfragen bündeln und das gleichzeitig essentiell für unser aller Zukunft sein wird.

Effizienz allein ist nicht der Weg

Derzeit, schreibt Rammler, sei die Zukunft der Mobilität vor allem an der Effizienzstrategie ausgerichtet: technologische und organisatorische Optimierungen von Produkten und Prozessabläufen sollen den Ressourcenaufwand und die Bedürfnisbefriedigung entkoppeln und damit die Mobilität gewährleisten.

Das aber, so Rammler, werde alleine nicht genügen. Erst wenn ein kluger Umgang mit Ressourcen, veränderte Lebensstile, Konsumwünsche und Verhaltensweisen hinzukämen, sei eine Zukunft denkbar. Ein Beispiel dafür sei das Elektroauto, denn es werde einer nachhaltigen Mobilität ganz sicher nicht gerecht, wenn erst einmal jeder eines besitze.

Rammler entwirft Szenarien, mit welchen Konzepten ein Umdenken möglich wird: Energie müsse und werde in Zukunft aus regenerativen Quellen kommen, wobei darauf zu achten sei, dass sie nicht mit der Ernährung der Bevölkerung konkurriere. Konzepte, die das Nutzen dem Besitzen vorziehen – etwa Carsharing, Pooling und der öffentliche Verkehr – ermöglichten und erhöhten die Auslastung und minimierten den Ressourcen- und Energieverbrauch. Geschwindigkeit zu reduzieren senke nicht nur den Energieverbrauch, sondern auch die eingesetzten Produktkosten. Und: Moderne Mobilitätskonzepte müssten resilient sein – Hacker haben keine Chance.

Blick in die Zukunft

Ein weiterer Teil des Buches widmet sich Geschichten, die in nicht allzu ferner Zukunft spielen werden: Luftschiffe bevölkern den Himmel, effiziente Tiefstflieger. Erdwärme wird genutzt, Sonnenautos und Biokraftwerke stehen uns zur Verfügung. Ja: So ist die Zukunft der Mobilität vorstellbar – und der Gedanke daran macht Spaß. tk

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