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    Überung des Medical Yoga
29.12.2015|Bücher
Rezension

Gut ausgestattet

Rezension – Schon im Titel klingt an, was den Leser erwartet: die Kombination aus westlich-modernem, medizinisch orientiertem Bewegungskonzept und Yoga, einer philosophisch-religiösen Lehre aus Indien, die neben Meditation und Askese auch Übungen umfasst.    

Die von Christian Larsen entwickelte Spiraldynamik® ist ein modernes Bewegungskonzept, das sowohl zur Vorbeugung als auch zur Rehabilitation von Krankheiten des Bewegungsapparts eingesetzt werden kann. Es hat breite Rezeption gefunden, wenn auch wissenschaftliche Beweise für die Wirkung bislang noch fehlen. Larsen sowie die Yoga-Lehrerinnen Christiane Wolff und Eva Hager-Forstenlechner kombinieren seit Jahren die Erkenntnisse der modernen Spiraldynamik mit fernöstlichem Yoga. 

Im Buch „Medical Yoga. Anatomisch richtig üben“ beschränken sich die Autoren auf das sogenannte Hatha-Yoga, also auf Haltungen, die sich auf unsere aufrechte Körperhaltung ebenso auswirken wie auf die Beweglichkeit und die innere Balance. Eine Form des Yoga, die sich vor allem für Einsteiger besonders eignet. 

Die Autoren präsentieren 20 der wichtigsten Grundübungen (Asanas) unter ihren gebräuchlichen Namen sowie jeweils etwa vier Variationen, zusammen also 80 Übungen. Für die Übungen stehen die beiden Autorinnen fotografisch Modell, eine Zeichnung veranschaulicht, welche Muskeln jeweils durch die entsprechende Übung gekräftigt wird. 

Unklare Ausrichtung

Nicht alle Übungen können von jedem Menschen problemlos gemacht werden. Welche Übung für oder gegen ein bestimmtes Beschwerdebild eignen, ergibt sich aus einer Tabelle die Ansanas nennt und auf Indikationen aber auch Kontraindikationen eingeht. Gleich im Anschluss findet sich eine weitere Tabelle, die mögliche Beschwerden und dazu passende Übungen anführt.

So ist ein gut ausgestattetes Buch entstanden, dass für interessierte Laien sicher eine Bereicherung darstellt, denn es ebnet den Weg um zu verstehen, wie man anatomisch richtig üben kann. Wenn es in dieser Publikation eine Schwachstelle gibt, dann liegt sie in der unklaren Ausrichtung. Ist sie nun für Laien gedacht, die mit Yoga in Berührung kommen wollen? Für bereits Yoga praktizierende Menschen? Für Lehrer und Ausbilder? Dies hätte klarer herausgearbeitet werden sollen. 

Beim Thieme Verlag gibt es ein im Jahr 2015 erschienenes Buch mit dem Titel „Medical Yoga professional“ von Christian Larsen, das sich nur an Therapeuten und Yoga-Lehrer wendet. Insofern ist der zweite Teil dieser Frage schon beantwortet. tk

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