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    Das Aktivhaus ist ein Forschungsprojekt
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    Die Seitenansicht. Das elektisch betriebene Fahrzeug ist Teil des Konzepts.
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    Werner Sobek bei der Eröffnung des ersten Aktivhauses
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    Einfacher Aufbau dank modularem Konzept
13.10.2014|Wohnen + Leben
Aktivhaus

Weltpremiere in Stuttgart

Aktivhaus - Anfang Juli 2014 hat der Architekt Werner Sobek in Stuttgart das weltweit erste Aktivhaus eröffnet. Dank eines ausgeklügelten Energiekonzepts soll es doppelt so viel Strom erzeugen wie es verbraucht.

Mit dem Überschuss soll der 85 Quadratmeter große Flachbau über eine Ladestation zwei Elektroautos und ein benachbartes Museum mit Strom beliefern. „Neue Häuser sollen alte mitversorgen“, fasst Sobek seinen Ansatz zusammen. „Energie wird dadurch dort verbraucht, so sie erzeugt wird – und nach Möglichkeit vor allem dann, wenn sie gerade besonders günstig ist.“

Das Aktivhaus – wegen seines Standortes im Bruckmannweg 10 kurz B10 genannt – ist Teil des Forschungsprojekts „Schaufenster Elektromobilität“. Forscher an der Universität Stuttgart messen zwei Jahre lang kontinuierlich, wie viel Energie B10 erzeugt und verbraucht und werten die Daten aus. Im ersten Jahr ist das Aktivhaus zu Demonstrationszwecken der Öffentlichkeit zugänglich. Danach leben Test-Bewohner für ein weiteres Jahr darin.

Vorgängerprojekt knapp im Plus

Mit ähnlichen Vorgängerprojekten hat Sobek bereits gezeigt, dass er mit dem Aktivhaus keine unerfüllbaren Versprechungen macht: Anfang Dezember 2011 eröffnete Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin das Effizienzhaus Plus, das der 61-jährige Architekt geplant und gebaut hatte.

Das Gebäude erzielte in der Jahresbilanz ein knappes Plus, blieb aber hinter den Erwartungen zurück. Erstens machte schlechtes Wetter dem Planer einen Strich durch die Rechnung. Zweitens lebte die vierköpfige Familie, die das Effizienzhaus Plus zu Testzwecken bewohnte, offenbar nicht ganz so sparsam wie der Schwabe Sobek in seiner Modellrechnung angenommen hatte. Messungen ergaben einen ineffizienten Betrieb der Wärmepumpe und einen geringfügig höheren Verbrauch bei den Haushaltsgeräten.

Aktivhaus wird am Ende zurückgebaut

Vielleicht läuft die zweite Messperiode besser. Im Mai 2014 ist eine weitere Testfamilie in das Effizienzhaus Plus eingezogen. In Stuttgart allerdings wird es bei einem einmaligen Versuch bleiben. Denn das Grundstück im Bruckmannweg gehört der Stadt und die möchte es nach Abschluss des Forschungsprojekts zurück haben – ohne Haus.

Sobek will das Aktivhaus deshalb im Juni 2016 vollständig zurückbauen und andernorts wieder neu errichten. haw

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