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    Den RECUP gibt es in drei verschiedenen Größen: 0,2l; 0,3l und 0,4l
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    Jede der 30 Städteeditionen ist individuell gestaltet.
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    Die Deckel für den RECUP-Becher können für alle Becher des Systems verwendet werden und bleiben immer beim jeweiligen Kunden.
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    Besser bechern: So lautet das Motto in Tübingen.
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    Der FreiburgCup tritt seit diesem Jahr im neuen Design auf.
18.12.2019|Wohnen + Leben
Pfandbecher

Mehrweg statt mehr weg

Was können wir tun, um die Müllflut der 2,8 Milliarden To-Go-Becher zu reduzieren, die jährlich in Deutschland weggeworfen werden? Viele Städte und Landkreise haben darauf bereits eine Antwort: Pfandbechersysteme!

Den Coffee to go in der einen, die Aktentasche in der anderen Hand: Das ist das Bild, welches man täglich hundertfach am Bahnhof sieht. Ist ja schließlich auch praktisch und zeitsparend, wenn man morgens seinen Kaffee auf dem Weg zur Arbeit trinken kann. Doch das wahre Problem tritt schon kurz danach auf, genauer gesagt nach durchschnittlich 15 Minuten. So lange ist ein To-Go-Becher nämlich in Benutzung, bevor er zu Müll wird. In vielen Städten und Landkreisen quillen die Mülleimer wegen der Einwegbecher über, recyclen lassen sie sich auch kaum. Die Lösung: ein Pfandbechersystem.

 

RECUP in Heidelberg und Böblingen

Die Städte Heidelberg und Böblingen haben sich dem deutschlandweiten RECUP-System angeschlossen. RECUP ist eine kleine Firma aus München, die Mehrwegbecher für ein Pfandsystem produziert. Bei allen teilnehmenden Partnern kann man den Kaffee im RECUP-Becher für 1€ Aufpreis bestellen. Nach dem Kaffeegenuss gibt man den Becher einfach wieder bei einem der Partner in ganz Deutschland ab und erhält das Pfand zurück, die Betriebe spülen die Becher und verwenden sie anschließend wieder. Den Kaffe erhält man - beim Kauf im RECUP-Becher - sogar vergünstigt. Alle 2.300 RECUP-Partner findet man auch in der RECUP-App.

Der RECUP-Becher im Landkreis Böblingen und der Stadt Heidelberg sind - wie jede einzelne der 30 Städteeditionen - mit besonderen Gebäuden oder Sehenswürdigkeiten der Region verziert. Seit letztem Jahr gibt es auch passende Deckel für den Becher zu kaufen. Die Deckel können, wie auch die Becher, komplett recycelt werden. Dazu einfach den eigenen Deckel bei einem der teilnehmenden Cafés abgeben, welche dann mit alten Bechern zusammen zurück an die Firma RECUP geschickt werden.

Mit der Kampagne #andersbechern möchte die Stadt Heidelberg die Bürger nun zum Umstieg auf Mehrwegbecher bewegen. Hier gibt es bereits mehrere Betriebe, die Kaffee im Mehrwegbecher anbieten und sogar im Heidelberger McDonald´s lässt sich der Kaffee im Pfandbecher mitnehmen. Der Becherkarte kann man entnehmen, welche Betriebe Mehrwegbecher unterstützen.

 

Tü Go: Besser bechern in Tübingen

Begonnen hat in Tübingen alles mit der Kampagne "tü go - besser bechern": Jeder, der seinen eigenen Mehrwegbecher zum Kaffeetrinken in einer der teilnehmenden Betriebe mitbringt, erhält mindestens 0,20€ Rabatt auf seinen Kaffee. Sollte man noch keinen eigenen Mehrwegbecher besitzen, kann man in allen teilnehmenden Geschäften den KeepCup als exemplarischen Mehrwegbecher für 8,95€ erwerben. Ende 2018 wurde die Aktion "besser bechern" schließlich ausgeweitet: Tübingen wurde ebenfalls Teil des deutschlandweiten RECUP-Systems.

 

FreiburgCup

Ähnlich funktioniert auch der FreiburgCup, den es bereits seit 2016 gibt. Gegen 1€ Pfand erhält man in 135 teilnehmenden Betrieben in Freiburg im Breisgau den Mehrwegbecher. Nach dem Kaffetrinken gibt man den Becher auch wieder in einem der Geschäfte ab und erhält sein Pfand zurück. Die Betriebe spülen die Becher anschließend und sie werden danach wiederverwendet. Auch für den FreiburgCup gibt es einen Mehrwegdeckel für 0,50€ in allen teilnehmenden Geschäften zu kaufen. Er bleibt direkt beim Kunden und kann ebenfalls immer für den FreiburgCup wiederverwendet werden.

 

Climate Fair To Go in Heilbronn

Die Initiative Climate Fair To Go setzt an einem anderen Punkt an. Sollte man seinen Mehrwegbecher oder seine Tasse zu Hause vergessen haben und der Kunde muss zum Einwegbecher greifen, soll er direkt auch noch für die Umweltkosten des Einwegbechers aufkommen.

Wird ein Climate Fair To Go Becher gekauft, werden vom Anbieter 10 Cent, die sogenannten Climate-Fair-Cent, zusätzlich abgerechnet. Diese werden dann - im Namen des Kunden - zugunsten eines lokalen Bürgerfonds für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung an die Klimaschutz+ Stiftung weitergeleitet, die den lokalen Bürgerfonds treuhänderisch verwaltet. Mithilfe der Gelder aus den lokalen Bürgerfonds, also der Climate-Fair -Cent, sollen Erneuerbare Energien vor Ort ausgebaut werden, die von der Klimaschutz+ Stiftung finanziert werden. Die Gewinne aus den Ökostromanlagen fließen für mindestens 20 Jahre wieder in den lokalen Bürgerfonds. Die zurückgeflossenen Gelder werden zu 100 Prozent für die Förderung von lokalen Initiativen zur Förderung einer ökologisch und sozial gerechten Gesellschaft verewendet. Jedes Jahr können alle am Fonds beteiligten BürgerInnen bis zum 11. November entscheiden, welches Projekt gefördert werden soll.

Durch diese Intitiative werden zum einen auf die sozioökologischen Folgen der Verwendung von Mehrwegbechern aufmerksam gemacht und zum anderen werden die Käufer durch die Mehrkosten motiviert, zu nachhaltigen Mehrwegbechern zu greifen.

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