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    Die Licht-Branche experimentiert mit der OLED-Technik. Ergebnisse sind zum Beispiel diese Pusteblume von Osram ...
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    Auch die Nimbus Group hat erste Versuche mit OLEDs gestartet, doch die Euphorie hält sich in Grenzen.
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    Gleichwohl gibt es schon erste Objekte, die mit OLED-Beleuchtung ausgestattet sind, zum Beispiel das Audi Forum in Ingolstadt.
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    Auch in Autorücklichtern kommen teils schon OLEDs zum Einsatz.
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    Flachbildschirmen mit OLED-Technik steht hingegen ein Siegeszug bevor.
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    Lichttechniker Tran Quoc Khanh
04.12.2014|Wohnen + Leben
Beleuchtung mit OLEDs

Euphorie hält sich in Grenzen

Beleuchtung mit OLEDs − Unschlagbar bei Energieeffizienz und Bildgebung: Wenn es um Displays geht, sehen Experten die OLED-Technik auf dem Vormarsch. Bei der Beleuchtung offenbart sie jedoch deutliche Schwächen. Dort zeichnet sich ein Dasein als Nischenprodukt ab.

Es klingt gespenstisch: In Zukunft könnte es leuchtende Tapeten oder Fensterfronten geben, die sich auch als riesige Flachbildschirme nutzen lassen. In Kaufhäusern könnten intelligente Verpackungen im richtigen Moment Werbefilme abspielen und so die Aufmerksamkeit der Kunden auf sich ziehen.

Schon ab 2018 könnten solche Fantastereien schrittweise möglich werden. Dann nämlich erlangt eine neue Generation von LEDs voraussichtlich Marktreife: die sogenannten organischen LEDs (OLEDs). Sie sind im Gegensatz zu ihren anorganischen Schwestern keine punktförmigen, sondern flächige und blendfreie Lichtquellen. Die Prototypen sehen oft aus wie leuchtende Plastikfolien.

Teure Funzeln mit kurzer Lebensdauer

Tran Quoc Khanh, Professor für Lichttechnik an der TU Darmstadt, kann den Hype, den einige seiner Fachkollegen um die OLEDs machen, nicht nachvollziehen: „Die können nichts, was LEDs nicht auch leisten“, urteilt er. „Wenn ich mein kleines Büro mit OLEDs erhellen wollen würde, müsste die Deckenleuchte vier Quadratmeter groß sein, um die Lichtleistung zu erzeugen, die die deutsche Arbeitsstättennorm vorschreibt. Das würde mich etwa so viel kosten wie ein Neuwagen.“

Preis und Lichtleistung lassen derzeit also noch zu wünschen übrig. Skeptisch ist Khanh außerdem bei der Lebensdauer: „Im Gegensatz zu den LEDs altern OLEDs sogar dann, wenn sie nicht eingeschaltet sind.“ Es sei deshalb fraglich, ob sie ähnlich lange durchhalten.

Der Siegeszug der OLEDs

Auch bei Daniel Neves Pimenta, Leiter der Abteilung „Design & Productmanagement“ des Stuttgarter LED-Leuchten-Herstellers Nimbus, hält sich die Euphorie in Grenzen: „OLED-Leuchten werden sich in wenigen Nischen durchsetzen“, prophezeit er, „dort, wo wenig Platz und Blendfreiheit nötig ist.“ Das sei eine Frage der Kreativität. Spontan fällt ihm ein leuchtender Schminkspiegel fürs Auto ein.

In Form von Leuchten werden die OLEDs also wohl kaum deutsche Wohnzimmer erobern. Wenn es aber um Displays geht, hat ihr Siegeszug schon begonnen: „Es gibt heute schon Flachbildfernseher, Smartphones und Tablet-PCs mit OLED-Bildschirmen. Die werden sich weiter durchsetzen und herkömmliche Displays vollkommen ersetzen, weil sie unschlagbar energieeffizient sind und brillante Bilder liefern“, sagt Khanh voraus. Die Lebensdauer spiele auf diesem Gebiet keine Rolle. haw

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