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    Voraussetzung für ein weitgehend klimaneutrales Deutschland ist die vollständige Versorgung aus regenerativen Energiequellen.
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    Eine wichtige Rolle im Zukunftsszenario kommt zwei neuartigen Verfahren zu, die Strom aus Solar- und Windparks in flüssige Kraftstoffe umwandeln. Im Bild: eine e-Gas-Anlage bei Audi in Ingolstadt.
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    Neue Kraftstoffe könnten als Ersatz für Diesel und Benzin für Fahrzeuge oder Erdgas zum Heizen von Wohnungen eingesetzt werden.
24.02.2015|Wohnen + Leben
Zukunftsszenario

deutschland fast klimaneutral

ZukunftsszenarioBis 2050 können auch große Industriestaaten wie Deutschland ihren CO2-Ausstoß um 95 Prozent senken. Das hat eine Studie des Umweltbundesamtes (UBA) ergeben. Die dazu nötige Technik gibt es schon.

Voraussetzung für ein weitgehend klimaneutrales Deutschland ist die vollständige Versorgung aus regenerativen Energiequellen. Dabei setzt das UBA-Zukunftsszenario vor allem auf Wind- und Solarenergie. Keine Zukunft habe dagegen die Bioenergie aus vergärten Kulturpflanzen: „Statt Mais und Raps für die Energieerzeugung anzubauen, empfehlen wir auf Biomassen aus Abfall und Reststoffen umzusteigen“, sagt UBA-Präsidentin Maria Krautzberger.

Strom wird in Gas und Kraftstoffe umgewandelt

Eine wichtige Rolle im Zukunftsszenario kommt zwei neuartigen Verfahren zu, die Strom aus Solar- und Windparks in Methan (Power to Gas) und flüssige Kraftstoffe (Power to Liquid) umwandeln. Diese könnten als Ersatz für Diesel und Benzin für Fahrzeuge oder Erdgas zum Heizen von Wohnungen eingesetzt werden.

Die daraus gewonnenen Kraftstoffe könnten in Zukunft Flugzeuge, Schiffe und schwere Lastzüge antreiben. „Autos werden in unserem Szenario für das Jahr 2050 knapp 60 Prozent der Fahrleistung elektrisch erbringen“, sagt Krautzberger. Wichtiger sei es aber, unnötige Fahrten zu vermeiden und auf das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

In der Industrie könnte bis 2050 sämtliche Raum- und Prozesswärme aus erneuerbaren Strom und regenerativ erzeugtem Methan erzeugt werden. Dadurch sinke die energiebedingte Treibhausgasemission auf null. Pilotprojekte offenbarten jedoch, dass Power to Gas und Power to Liquid derzeit noch teuer und ineffizient sind.

Landwirtschaft 2050 grösster Treibhausgas-Emittent

Bei Abfall und Abwasser ist laut UBA zwar keine Nullemission möglich, wohl aber könne der Ausstoß bis zum Jahr 2050 auf nur noch drei Millionen Tonnen CO2-Äquivalente sinken. Dazu sei es nötig, mehr Deponiegase zu erfassen und in Blockheizkraftwerken zu nutzen. Auch eine bessere Belüftung von Kompostanlagen für Bioabfall könne helfen, die Bildung klimaschädlichen Methans zu unterbinden.

Mit 35 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten werde die Landwirtschaft 2050 der größte Emittent sein. Dort entstehen Treibhausgase wie Methan und Lachgas beim Anbau auf dem Feld. Sie lassen sich deshalb nur schwer vermeiden. Einsparungspotenzial sieht das UBA aber auf Weiden: Die Landwirte müssten ihre Viehbestände verringern.

„Es ist möglich, den Treibhausgasausstoß im Vergleich zu 1990 um fast 100 Prozent zu vermindern. Und zwar mit heute schon verfügbaren Techniken“, fasst Krautzberger zusammen. Allerdings: Das Zukunftsszenario lässt ökonomische Fragen zu Kosten und Nutzen außer Acht und nimmt an, dass das Konsumverhalten der Bevölkerung sich nicht grundlegend ändert. haw

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