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    Reparieren ist besser als neu kaufen
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    Ein Blick in die Globetrotter Reparaturwerkstatt
23.11.2018|Wohnen + Leben
Konsum

Black Friday – brauchen wir das wirklich?

Konsum – Black Friday, Cyber Monday, wie immer sich der neudeutsche Ausverkauf und Schnäppchentag nennt, nachhaltig ist das nicht. Wir haben uns umgehört und gefragt, geht einkaufen auch nachhaltig?

Da ist zum Beispiel die Journalistin und ausgesprochene Schnäppchenjägerin Mona Schnell. Früher kannte sie in jeder Stadt die Einkaufsmeilen und Shoppingparadiese. Lange bevor sie die kulturellen Angebote der Metropolen ausfindig gemacht hat, wusste sie, wo die besten Schnäppchen zu haben sind. Klar, Geld hat sie gespart, doch viel Zeit vergeudet und Unmegen an Klamotten im Kleiderschrank gehabt, die dann doch irgendwann im Müll landeten. Vor zwei Jahren dann hat sie sich quasi auf „Schnäppchen-Detox“ gesetzt wie sie es nennt. Heute kauft sie bewusst und nur noch Dinge, die sie wirklich braucht. 

 

350 praktische Tipps für den Alltag

Dabei sind shoppen und Nachhaltigkeit keine Gegensätze, wie die Nachhaltigkeitsexpertin Leena Volland zusammen mit Florian Schreckenbach in ihrem Buch „Dein Weg zur Nachhaltigkeit – 350 – praktische Tipps für den Alltag“ veröffentlicht hat. „Kaufrausch und Schnäppchenwahn haben fatale ökologische und soziale Auswirkungen. Den Preis dafür zahlen andere“, sagt Volland. Da sind zum Beispiel die verheerenden Arbeitsbedingungen in der Baumwollproduktion, dann die Monokulturen, die einen starken Einsatz von Pestiziden und Düngern verlangen. Artensterben und gesundheitliche Folgen für die Bevölkerung sind die Folgen. „Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sterben jährlich 20.000 Menschen an Pestizidvergiftungen“ sagt Volland und weist daraufhin, dass für kaum einen anderen Textil-Rohstoff soviele Chemikalien verwendet werden. 

Aber was können wir tun? „Ganz einfach“, sagt Volland, „beim nächsten Kauf unbedingt hinterfragen, nach welchen Standards das Kleidungsstück hergestellt wurde. Außerdem helfen Siegel wie Bio, Öko, Global Textile Standard, Blauer Engel oder Fairtrade dabei die Textilien auszuwählen, die nachhaltig produziert wurden.  Aber auch ganz einfache Methoden helfen, nicht so häufig einkaufen zu müssen. Wer nach einfachen, zeitlosen Schnitten und Farben seine Kleidungsstücke auswählt, hat länger etwas von ihnen, weil sie keinem Modediktat unterliegen. Und wer Second Hand kauft, verhilft der Kleidung ebenfalls zu einer größeren Lebensdauer. 

 

Wegwerfen ist keine Lösung

„Wer wirklich etwas bewirken will, muss ein Bewusstsein dafür entwickeln, was er wirklich braucht“, sagt der Rechtsanwalt und Gerechtigkeitsexperte Markus Schollmeyer und fragt: „Wie viele Menschen kennen Sie, die bereits jetzt zwei Handys besitzen? Vielleicht sollte man gerade zu Weihnachten wieder ein Bewusstsein dafür entwickeln, was wir wirklich brauchen? Oder noch besser: Worauf können wir getrost verzichten?“ Denkanstöße, die zu denken gegen sollten. 

Wir werfen viel zu viel weg. Dabei lassen sich viele Dinge sehr gut reparieren. Natürlich ist es auch eine Kostenfrage. Nicht jeder hat das nötige Kleingeld, sich ständig neue Dinge zuzulegen. Vielleicht tut es die Kaffeemaschine noch, wenn sie erst einmal generalüberholt wurde, das Handy muss nicht gleich im Müll landen, wenn der Speicherplatz nicht ausreicht und auch ein zersplitterstes Display ist noch lange kein Grund, sich direkt ein neues Smartphone zuzulegen. In allen Städten gibt es mittlerweile Repaircafés. Jeder kann kommen und sein Gerät mitbringen, das er mit Hilfe anderer wieder zu neuem Leben erwecken kann.

 

Reparatur statt Neukauf

Auf Reparatur setzt auch in diesem Jahr der Outdoor-Ausstatter Globetrotter, nicht nur beim Black Friday. In Dresden etwa eröffnet jetzt die erste Werkstatt in der Filiale des Outdoor-Ausstatters. Die Werkstatt wurde extra neu eingerichtet. Damit biete Globetrotter eine weitere Möglichkeit zur “Grüneren Wahl”, heißt es in einer Pressmitteilung des Unternehmens. Oft reiche eine Reparatur aus, um das Lieblingsteil weiter zu nutzen und die Umwelt zu entlasten. (sw)

Grüne Fassaden gegen dicke Luft

Luftverbesserung – In Städten und Ballungsräumen herrscht dicke Luft. Es wird gebaut, weil Wohnraum fehlt. Oft auf der grünen Wiese, dabei brauchen die Städte das Grün, um für einen Ausgleich zu sorgen. In vielen Städten winkt Hauseigentümern jetzt eine Prämie, wenn sie ihre Hinterhöfe und Fassaden begrünen

Wilde Bohnen retten Regenwald

Regenwald – Original Food vermarktet Kaffee, der natürlich im Urwald wächst – und schützt damit die Umwelt

Aus Alt mach neu

Upcycling – Wegwerfen ist keine Lösung. Vor allem, wenn man wunderschöne Dinge aus "Müll" kreieren kann. Upcycling liegt im Trend und schont die Umwelt.

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