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    Lecker und nachhaltig essen dank ein paar kleiner Tipps
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    Fischerboot auf dem Weg nach Hause
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    Tote Schildkörte
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    Sogar Haie verenden als Beifang.
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    Vom Aussterben bedroht: der europäische Aal
12.11.2014|Wohnen + Leben
Nachhaltiger Fischkonsum

Ausverkauf der Meere stoppen

Nachhaltiger Fischkonsum – Wenn der Massenkonsum zum Verhängnis wird: Nachhaltiger Fischkonsum ist längst überfällig, wenn die Netze nicht bald leer bleiben sollen. Wie kann man noch mit gutem Gewissen Fisch essen? Die Gwen-Redaktion zeigt, worauf man achten sollte.

In Deutschland liegt der Fischkonsum bei über 15 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Zu viel. Das ist mehr als die deutsche Fischereiwirtschaft im selben Zeitraum legal fangen darf. Der Konsum ist in Deutschland schon so groß, dass nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace mehr als 80 Prozent der verkauften Fische Importware sind. Etwa 80 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchte holen die Fischer Jahr für Jahr aus den Weltmeeren. Viele Arten sind schon lange überfischt. Wenn wir diese Ressource weiterhin genießen wollen, müssen wir anfangen nachhaltig zu handeln.

Nachhaltigkeit bleibt auf der Strecke

Auch die Fischindustrie denkt nur an kurzfristigen Profit, die Nachhaltigkeit bleibt auf der Strecke. Die Politik ist an dieser Praxis nicht ganz unschuldig. Denn die Gesetze, die die Fangquoten festlegen, liegen oft über den Empfehlungen der Wissenschaft und neuartige Netze, die den Beifang reduzieren, sind nicht vorgeschrieben.

Weltweit sind rund 540 Millionen Menschen in der Fischbranche beschäftigt. Diese Arbeitsplätze sind bedroht, wenn der Ausverkauf der Meere unverändert weiter geht. Denn ohne Fisch kein Fischer. So schaden wir mit unserem unbekümmerten Konsumverhalten am Ende uns selbst.

Dabei könnten im Fischereiwesen sogar neue Arbeitsplätze entstehen, denn durch nachhaltigen Umgang mit den Meeresressourcen könnte langfristig sogar wieder mehr Fisch aus dem Meer geholt werden, sobald sich die Bestände erholt haben. Lieber heute weniger Fisch, als morgen gar keinen mehr.

Fisch essen mit gutem Gewissen

Dabei genügen ein paar einfache Tipps, um mit gutem Gewissen Fisch essen zu können: Greenpeace empfiehlt nur noch fünf Fischarten zum Verzehr: Forelle, Hering, Karpfen, Makrele und Zander. Der World Wide Fund For Nature (WWF) hingegen rät von Makrelen aus dem Mittelmeer ab. Dafür empfiehlt er Schollen aus der Nordsee.

Der Europäische Aal und der Südliche Blauflossenthun stehen auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN. Sie gelten als „vom Aussterben bedroht“ und sollten nicht weiter verzehrt werden. Weitere Informationen bieten Online-Ratgeber vom WWF und anderen Verbänden (siehe nebenstehenden Kasten).

Kompliziert wird es, auf Nachhaltigkeit zu achten, wenn nur einzelne Bestände einer Fischsorte bedroht sind oder einzelne Fischerei-Betriebe unökologisch arbeiten. Hier helfen Verbrauchersiegel weiter: Am weitesten verbreitet ist das des Marine Stewardship Council (MSC) für nachhaltige Fischerei. Andere Siegel, die auf ökologische und nachhaltige Fischerei hinweisen, sind Friend of the Sea (FOS) und SAFE. SAFE kennzeichnet Thunfisch, bei dessen Fang keine Meeressäuger als Beifang verenden.

Wer sich also noch lange am Nahrungsmittel Fisch erfreuen will, für den gilt: Weniger ist auf Dauer mehr. ph

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