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    Iris von Sperrmüller
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    Sitzkisseb aus Turnmatte
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12.07.2018|Wohnen + Leben
Upcycling

Aus Alt mach neu

Upcycling – Wegwerfen ist keine Lösung. Vor allem, wenn man wunderschöne Dinge aus "Müll" kreieren kann. Upcycling liegt im Trend und schont die Umwelt.

Manchmal ist es wie mit der Jungfrau und dem Kind. Dinge ergeben sich, einfach so. Iris von Sperrmüller alias Iris Zimmermann hat Hauswirtschaft gelernt, ein eigenes Kochstudio in Köln geleitet und macht heute das, was sie am meisten mag – Upcyceln. In ihrem Ladenlokal abseits der großen Einkaufsmeilen verkauft sie das, was andere an den Straßenrand gestellt haben.
Klingt schäbig, ist es aber nicht. Iris von Sperrmüller, wie sie sich seitdem nennt, bearbeitet die Materialien und Objekte, die sie findet. Sie haucht ihnen neues Leben ein. Sie upcycelt sie. Turnmatten werden zu Sitzkissen, edle Kimonos zu außergewöhnlichen Kissen oder Butterbrotstüten zu Lampenschirmen. Alte Stühle peppt sie mit neuen Sitzpolstern auf und gibt Omas Lampenschirmen ein völlig neues Design.

 

Ein Auge für ausrangierte Dinge entwickelt

Von Sperrmüller hat ein Auge für die Dinge, aus denen etwas Neues entstehen  kann, entwickelt. "Mein Mann bekommt regelmäßig eine Krise, wenn wir an einem Sperrmüllberg vorbeifahren und ich laut schreie, dass er anhalten soll", erzählt die Mitte-Fünzigjährige und muss selbst über sich lachen.
Drei Tage hat sie ihren Laden geöffnet, in der übrigen Zeit schaut sie nach neuen Objekten oder sitzt an ihrer Nähmaschine. "Selbst und ständig", sagt sie dazu und umschreibt damit sehr gut ihr umtriebiges Wesen.

 

Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft

Wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Ende letzten Jahres feststellte, liegen die Deutschen bei der Nutzung von Plastikverpackungen höher als im EU-Durchschnitt. Über Upcyling sagt das zwar noch gar nichts aus, zeigt aber, wie mit Stoffen umgegangen wird. Auch aus alten Milchtüten und Getränkedosen lässt sich Neues kreieren, etwa kleine Taschen oder Portemonnaies.

 

Raus aus der Bastelecke

Für Beate Haupt ist es noch eher eine Art Hobby, statt Haupterwerbsquelle mit ausrangierten Produkten zu arbeiten. 2014 mit ihrem Projekt Upcycling begonnen, reifte im Herbst letzten Jahres bei ihr der Gedanke, ihre Liebe zum Upcyceln mit anderen zu teilen und entsprechende Kurse anzubieten. Zurzeit ist sie im Raum Mannheim auf der Suche nach geeigneten Kursräumen im Werkkstattbereich. Haupt arbeitet vor allem mit Stoffen, Treibholz, alten Glühbirnen, Papier und alten Silberbestecken.
Auf ihrem Blog beschreibt sie ihren Werdegang, präsentiert ihre Objekte und kündigt dort auch Neuigkeiten an.

 

Waste Award

Einzig übergeordneter Verein für das Upcycling ist , von einer Branche zu sprechen wäre es auch noch viel zu früh. Richtig in Fahrt ist der Trend 2016 gekommen und befindet sich weiter in der Entwicklung. Wer aufmerksam das Netz duchforstet, findet in fast allen Bundesländern Zusammenschlüsse und Verbünde, die das Thema weiter vorantreiben, wie etwa in Hannover die Upcylng-Börse, die verschiedene Workshops anbietet und einmal pro Jahr ihren "Waste Award" auslobt.

 

Wohnen in Sand und Schluff

Lehmarchitektur – Der älteste Baustoff der Welt wird wiederentdeckt: Lehm ist fast überall zu finden, kostengünstig, energiesparend und gut zu recyceln.

Schokolade – wirklich ein Genuss für alle?

Faire Herstellung – Mittlerweile muss man als Verbraucher glatt ein schlechtes Gewissen haben, Schokolade mit Genuss zu verzehren. Zu viel Leid klebt an ihr.

Plastik vom Wunderbaum

Grüner Kunststoff – Rizinusöl wird zu verschiedenen Kunststoff-Sorten verarbeitet. Geerntet werden Rizinussamen vor allem in Indien.

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