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    Am „Badisch Bänkl“ geht der Blick über die Weinberge bei Sasbachwalden bis weit in die Oberrheinische Tiefebene.
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    In der Gaishölle oberhalb von Sasbachwalden stürzt der Brandbach über zahlreiche Kaskaden ins Tal hinab.
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    Entlang der „Alde Gott Panoramarunde“ liegen mehrere Restaurants, ...
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    ... drei Schnappsbrunnen ...
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    ... und zwei Weingüter.
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    Winzerin Katja Bohnert bewirtschaftet zusammen mit ihrem Mann das Weingut Königsrain in Sasbachwalden.
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    Münde Wanderer können in Weinfässern entlang der „Alde Gott Panoramarunde“ übernachten. Das Frühstück wird vorbeigebracht.
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    Bildstock oberhalb von Sasbachwalden: Der Name der „Alde Gott Panoramarunde“ geht auf eine Sage aus dem 17. Jahrhundert zurück.
06.08.2015|Reisen
Geniesserpfade

Wandern geht durch den Magen

Genießerpfade – Den Schwarzwald entdecken – kulinarisch, kulturell und landschaftlich: Das ermöglichen über 40 idyllische Rundwege, die allesamt mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Übernachtungsgäste fahren kostenlos.

Zuerst geht es mitten durch die Hölle und dann kommt der Wanderer auch noch in „Teufelsküch“: Die Stationen auf der „Alde Gott Panoramarunde“ um Sasbachwalden tragen mitunter recht drastische Namen. Trotzdem gehört der knapp zwölf Kilometer lange Wanderweg zu den Genießerpfaden, die seit 2011 im ganzen Schwarzwald ausgeschildert werden. Und was die Ausflügler dort erwartet, erinnert eher ans Schlaraffenland, nicht ans Fegefeuer.

Je nachdem, auf welchen Genießerpfad die Wahl fällt, stoßen Wanderer entlang des Weges entweder immer wieder auf Wein-, Schnaps-, Bier- und Mostbrunnen, wo sie lokal erzeugte alkoholische Getränke verkosten können. Oder es liegen Ausflugslokale mit regionaler Küche auf dem Weg. Hinzu kommt auf allen Routen eine abwechslungsreiche Landschaft, mal eher wild wie am Mummelsee oder am felsigen Karlsruher Grat, mal landwirtschaftlich geprägt – wie eben rund um das Winzerdorf Sasbachwalden.

Schlafen im Weinfass

Entlang der „Alde Gott Panoramarunde“ konzentriert sich auf wenigen Kilometern alles, was die Genießerpfade ausmacht – und zwar reichlich: Die Wanderung beginnt in der wildromantischen Gaishölle, wo der rauschende Brandbach über zahlreiche Kaskaden ins Tal hinab stürzt. Über 13 Holzstege und 225 Stufen führt der Weg entlang des Wildbaches nach oben und führt dann einmal um Sasbachwalden herum. Auf der Strecke liegen mehrere Restaurants, zwei Weingüter und drei Schnapsbrunnen, darunter einer am Spinnerhof, wo Brennmeister Rudolf Spinner in seiner „Teufelsküch“ für Besucher manchmal Feuer spuckt.

Hinzu kommen zahlreiche, teils spektakuläre Aussichtspunkte mit Blick hinunter in die Oberrheinische Tiefebene oder hinauf zum höchsten Gipfel des Nordschwarzwaldes, der Hornisgrinde. Eine Besonderheit sind die acht Weinfässer entlang des Weges, in der müde Wanderer nächtigen können. Das Frühstück bringt Gastwirtin Ilona Wild morgens persönlich vorbei – Leben wie Gott in Frankreich, nur halt in Baden.

Der Name der „Alde Gott Panoramarunde“ geht übrigens auf eine Sage aus dem 17. Jahrhundert zurück: Ein junger Mann soll nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges in seine Heimat zurückgekehrt sein und fand Sasbachwalden völlig menschenleer vor. Als ihm dann in den Weinbergen ein junges Mädchen begegnete, soll er vor Freude ausgerufen haben „De alde Gott lebt noch!“ Ein Bildstock am Wegesrand erinnert daran.

Zahl der Geniesserpfade wächst

„Die meisten Wanderer schätzen Touren mit einer Gehzeit von rund zweieinhalb Stunden, die als Rundwege angelegt sind und verschiedene Genussaspekte berücksichtigen“, sagt Conni Karcher, die bei der Schwarzwald Tourismus GmbH seit über 15 Jahren für den Themenschwerpunkt Wandern verantwortlich ist. Diese Erkenntnis haben sich in den vergangenen Jahren viele Schwarzwaldgemeinden zu Herzen genommen – und Genießerpfade angelegt.

Immer wieder kommen neue Routen hinzu: Ende Juli wurde in Blumberg der Sauschwänzle-Weg eröffnet, der der gleichnamigen historischen Eisenbahnlinie gewidmet ist. Kurz vor der Einweihung steht außerdem die „Hahn- und Henne-Runde“ um die ehemalige Reichstadt Zell am Harmersbach. Zentrales Thema dort wird das berühmte grüne Keramikgeschirr sein mit dem schwarzen Federvieh darauf.

So unterschiedlich die Genießerpfade thematisch auch sind, eines haben sie alle gemeinsam: Anfangs- und Endpunkt sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. In Sasbachwalden ist das schiere Notwendigkeit. Denn wer an den ganzen Schnapsbrunnen und Weingütern Rast macht und einen guten Schluck zu sich nimmt, ist am Ende ohnehin nicht mehr fahrtauglich. haw, mit Material von Outdoor Hochgenuss

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