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    Auch ungewöhnliche Unterkünfte sind bei Airbnb buchbar, zum Beispiel ein viktorianisches Schloss im nordenglischen Kirkby Stephen, ...
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    ... die Villa Santoro im süditalienischen Ostuni, ...
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    oder dieses alte Frachtflugzeug im neuseeländischen Otorohanga.
13.10.2014|Reisen
Airbnb

Urlaub bei Privatleuten

Airbnb - Immer mehr Urlauber buchen keine Hotelzimmer mehr, sondern suchen sich bei der Online-Vermittlungsplattform Airbnb ein günstiges Zimmer bei Privatleuten. Hoteliers und Politiker stehen dem Trend skeptisch gegenüber.

„Die bezahlbaren Unterkünfte waren leider restlos ausgebucht“, sagt Silke Rommel. Die selbstständige PR-Beraterin aus Stuttgart musste kurzfristig geschäftlich nach Heidelberg. Ratlos erzählte sie einer Freundin von ihrer fehlgeschlagenen Suche nach einem Hotelzimmer in der Touristenmetropole. Diese riet ihr, im Internet nach einer Privatunterkunft Ausschau zu halten. „So bin ich auf Airbnb aufmerksam geworden“, erzählt Rommel.

Die 2008 gegründete Online-Vermittlungsplattform für private Unterkünfte erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Weltweit sind inzwischen rund 800.000 Privatwohnungen und Zimmer in 34.000 Städten und 190 Ländern bei Airbnb registriert. Über 15 Millionen Reisende nahmen die Angebote bisher in Anspruch, davon eine Million pro Monat allein im Jahr 2014.

Ferien in Baumhäusern, Hausbooten oder Schlössern

In Deutschland ging der Dienstleister im Juni 2011 online. Seither sind bundesweit 29.000 Privatunterkünfte verzeichnet, die meisten in Großstädten wie Berlin, München, Hamburg, Köln oder Düsseldorf. Jede Nacht schlafen hierzulande mehr als 6.000 Menschen in Privatunterkünften, die sie bei Airbnb gebucht haben. Neben City-Apartments und Lofts sind auch ungewöhnliche Unterkünfte wie Baumhäuser, Hausboote oder ganze Schlösser buchbar.

Das Prinzip ist einfach: Anbieter laden ihre Unterkünfte kostenlos bei Airbnb hoch und machen möglichst detaillierte Angaben dazu – so wie das ein Student tut, der einen neuen Mitbewohner für seine Wohngemeinschaft sucht. Auf Wunsch schickt Airbnb sogar gratis einen professionellen Fotografen vorbei.

Bucht dann ein Interessent die Unterkunft, zahlt der Vermieter drei Prozent des Mietpreises als Provision an den Internetdienstleister. Der Mieter zahlt zwischen sechs und zwölf Prozent – je nach Aufenthaltsdauer. Nach der Abreise können sich Mieter und Vermieter auf airbnb.de gegenseitig bewerten.

Individuell eingerichtete Zimmer und Kontakt zu Einheimischen

Viele Reisende versprechen sich von den Übernachtungen bei Privatleuten intensivere Eindrücke von ihrem Urlaubsland. Sie haben genug von Pauschalreisen und Massentourismus. Sie wollen authentische, individuell eingerichtete Quartiere und persönlichen Kontakt zu Einheimischen. Hotelketten mit ihren gleichförmigen Zimmern können das nicht bieten – und oft sind sie obendrein noch deutlich teurer als die privaten Unterkünfte.

Diese Erfahrungen hat auch Rommel bei ihrem Besuch in Heidelberg gemacht: „Ich bin bei einer Frau untergekommen, die schon sehr lange in der Stadt lebt. Sie hat mich freundlich aufgenommen, mir die Wohnung gezeigt und Restaurants abseits der überlaufenen Altstadt empfohlen. Am Abend bot sie mir ein Glas Wein an.“ Das Zimmer sei einfach eingerichtet und sehr sauber gewesen. Für die Übernachtung habe sie etwa 40 Euro bezahlt.

Hoteliers beklagen Wettbewerbsverzerrung und Politiker steigende Mieten

Kein Wunder also, dass dem Hotelverband Deutschland die privaten Feriendomizile ein Dorn im Auge sind: Verärgert registrieren die Lobbyisten in ihrem Branchenreport von 2013, dass „Bewegung in dieses Segment“ gekommen sei. „Bei einem großen Teil dieser Übernachtungsangebote werden die gültigen Sicherheits- und Hygienestandards nicht durchgesetzt, die für Beherbergungsbetriebe gelten“, kritisiert Tobias Warnecke vom Hotelverband. Das verzerre den Wettbewerb.

Manche Kommunalpolitiker hingegen befürchten, dass bezahlbarer Wohnraum in Großstädten noch knapper wird, wenn ihn die Besitzer lieber kurzfristig an Touristen vermieten. Um genau das zu verhindern, verabschiedete der Berliner Senat Anfang des Jahres eine entsprechende Verordnung. In München droht eine ähnliche Satzung mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro, wenn „Wohnraum überwiegend für gewerbliche oder berufliche Zwecke verwendet wird“.

Airbnb begegnet den Vorwürfen mit Gelassenheit

Bei Airbnb lässt man sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. Stattdessen verweist Sprecher Julian Trautwein auf eine Änderung des Wohnraumschutzgesetzes in Hamburg. Diese sieht vor, dass die „Zweckentfremdung von Wohnraum“ unter anderem dann nicht vorliegt, wenn der erste Wohnsitz nur zimmerweise oder zeitlich befristet an Touristen vermietet wird. „Ähnliche Gesetzesnovellen gibt es auch in Amsterdam, Paris und Kopenhagen“, berichtet Trautwein.

Airbnb-Nutzerin Rommel muss also nicht fürchten, dass sie bei zukünftigen Geschäftsreisen auf keine günstigen Privatunterkünfte mehr zurückgreifen kann. Ihre Erfahrungen in Heidelberg waren so gut, dass sie es „jederzeit sofort wieder tun“ würde. Auch die Vermieterin war zufrieden mit ihrer Besucherin: „War leise wie eine Schneeflocke. Würde sie sofort wieder aufnehmen“, urteilt sie über Rommel. haw

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