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    Fließe bei Burg-Kauper Anfang April 2015
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    Radtour entlang einer Fließe
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    In ein solches Kanu passen bis zu 37 Personen. Im April ging es eher ruhig zu.
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    Zweisprachige Schilder: In der Unterzeile steht alles auch auf Niedersorbisch/Wendisch.
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    Blick auf ein altes Spreewaldhaus
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    Einer der größeren Häfen in Lübbenau
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    Es gibt viele Keramikwerkstätten im Spreewald. Diese hier liegt bei Burg und heißt Töpferei E. Piezonka.
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    Überall im Spreewald können Kanus und Paddelboote geliehen werden.
28.04.2015|Reisen
Spreewald

Land der Wasserwanderer

Spreewald – Wasser, Wellness, Wandern und wendisch-sorbische Traditionen: Es gibt viel zu entdecken im Biosphärenreservat Spreewald. Und wer einfach nur entspannen will, schippert am besten in einem Kahn die endlosen Fließe entlang.

Das Schöne am Spreewald ist seine Unaufgeregtheit, zumindest in der noch kühlen Jahreszeit. Das weitläufige grüne und wasserreiche Gebiet ist 1990 zum Biosphärenreservat erklärt worden, weil hier noch an die 6000 Tier- und Pflanzenarten beheimatet sind, die andernorts teilweise schon ausgestorben sind. 1991 erhielt der Spreewald sogar den UNESCO-Status. Auf Niedersorbisch beziehungsweise Wendisch heißt Spreewald Blota, was soviel bedeutet wie Sümpfe. In der Lausitz, gute 100 Kilometer südöstlich von Berlin liegt diese einzigartige Landschaft, geprägt von Äckern, bezaubernden Alleen und 1575 Kilometern Fließgewässern, kurz „Fließe“ genannt.

Wasserwanderer können fast überall einsteigen

Fast jedes Grundstück an den Fließen hat einen eigenen Hafen; das ist oft nicht viel mehr als ein schlichter Zutritt zu einem Kahn, Ruder- oder Paddelboot in Form einer ins Ufer gebauten Stufe, von der aus sich das Wasserfahrzeug betreten lässt. Im Spreewald wird die kanu- und kajakfahrende Spezies Wasserwanderer genannt. Es ist das ganze Jahr über möglich, die Fließe zu befahren und im Sommer dann auch mit einem erfrischenden Bad zu verknüpfen. Ein Höhepunkt ist die erst vor Kurzem geschaffene SpreeLagune, die auch Familien mit Kindern großen Spaß machen dürfte: ein Kanurastplatz mit Wasserspielplatz und großer Naturbadestelle in Lübben.

Kühle Tage im Kaminkahn

Im April, bei Temperaturen um die sieben Grad, Schneewehen, Windböen und kurzen sonnigen Abschnitten, also der Jahreszeit, in der GWEN-Autorin Heike Bering die Region erkundete, war es allerdings eher angesagt, es sich auf einem Kaminkahn bequem zu machen: zwischen einander gegenüber liegenden Sitzbänken ein Feuer zu entfachen, dann die Decke über die Beine zu ziehen und bei einem Becher Glühwein die langsam vorüberziehende Landschaft zu genießen. Nicht überall, aber unter anderem in der Pension Schlangenkönig in Burg-Kauper wird diese besondere Kahnfahrt angeboten.

Das langsame Gleiten auf den Wasserstraßen ist beruhigend. Überall sieht man Kanus, Paddelboote und Kähne durch das Wasser ziehen, bis zu 37 Personen passen auf einen dieser Event-Kähne. Größere und kleinere Anlegestellen, meist auch mit gastronomischem Angebot – die Spreewaldgurke mit grobkörnigem Salz und frischen Kartoffeln ist ein Muss! – finden sich fast überall.

An Pfingsten ist der Andrang gross

Schon zu DDR-Zeiten kamen viele Besucher in den Spreewald, mittlerweile fühlen sich laut Information des Landes Brandenburg bis zu vier Millionen Menschen vom faszinierend-spröden Charme der Region angezogen, die meisten von ihnen sind Tagestouristen aus dem nahen Berlin oder Dresden. Peggy Nitsche von der Tourismus, Kultur- und Stadtmarketing Lübben GmbH berichtet, dass die Besucher vor allem über Pfingsten und an Christi Himmelfahrt in den Spreewald kommen und sich vor allem auf die Zentren Lübben, Lübbenau und Burg konzentrierten.

Kahn und Fahrrad sind die besten Transportmittel

Um sich im Biosphärenreservat zu bewegen, empfiehlt es sich, das Auto nach der Ankunft einfach stehen zu lassen. Nicht nur die Bootsfahrten auf den Fließen, auch die Radwege entlang der Gewässer, über weitläufige Felder oder in den Alleen sind ein Hochgenuss. Die Radwege verbinden die einzelnen Orte direkter miteinander als es die Straßen tun. Einer der bekanntesten ist der 260 Kilometer lange Gurkenradweg, den der ADFC aufgrund seiner „guten Wegebeschaffenheit“ sogar mit drei Sternen klassifiziert hat. 

Viele Spreewald-Events haben sorbischen Ursprung

Ortsschilder im Spreewald sind alle zweisprachig – in der zweiten Zeile steht das Niedersorbische, das in der Gegend auch Wendisch genannt wird und ans Polnische erinnert. Die Tradition der Sorben, die zu einem der 20 slawischen Volksstämme zählen, die sich im Spreewald angesiedelt haben, soll nicht verloren gehen und wird in verschiedenen Kulturvereinen gepflegt: zahlreiche Oster- und Erntebräuche sowie die sorbische Fastnacht sind feste Rituale, die selbstverständlich zum Charakter des Spreewaldes gehören. Auch den aufwändigen sorbischen Trachten begegnet der Besucher seit einigen Jahren wieder vermehrt. Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hat sogar ein eigenes sorbisches Programm. Insgesamt 60.000 Sorben leben heute nach Informationen des Tourismusverbandes Spreewald in der Lausitz.

Nachhaltigkeit ist wichtig

Der behutsame Umgang mit den Ressourcen, mit Landschaft und Kultur wird im Spreewald groß geschrieben: Die Menschen, die hier ansässig sind, wissen ihren Lebensraum zu schätzen. Das findet auch Michael Petschick, stellvertretender Leiter des Biosphärenreservats. Er sagt: „Wir haben es hier gut geschafft, nachhaltig zu leben!“ hb

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