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    Die Gastgeber zeigen oft die Umgebung, bekochen ihre Besucher und geben Tipps, was es alles zu entdecken gibt.
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    Bequem per Internet die neue Bleibe suchen
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    Was Neder zu ihrem 90-Betten-Projekt im gleichnamigen Buch niedergeschrieben hat, erleben Couchsurfer auf der ganzen Welt.
29.01.2015|Reisen
Couchsurfing

In 90 Betten durch die Stadt

Couchsurfing − Bloggerin Christine Neder machte es vor: In 90 Nächten schlief sie in 90 verschiedenen Berliner Betten. Couchsurfing nennt man diese besondere Art des Reisens. Man nächtigt bei Fremden, genießt deren Gastfreundschaft – und das völlig kostenlos.

 

„Es ist eine Reise ins Ungewisse, denn man weiß nie, was einen erwartet“, sagt die 29-jährige Christine Neder. Vielleicht ist gerade deshalb die Nachfrage nach dem einzigartigen Reisetrend ungebrochen hoch. Allein in Deutschland haben sich über 200.000 Nutzer auf der entsprechenden Plattform couchsurfer.org registriert. Weltweit hat sie etwa sieben Millionen Mitglieder.

In den Anfängen vor allem in der Altersklasse zwischen 25 und 29 Jahren als Reise-Art sehr beliebt, hat sich das Alter der Couchsurfer nach oben verschoben. Auch Menschen, die 35 Jahre und älter sind, surfen inzwischen von Couch zu Couch. Sogar als Familienurlaub ist diese Couchsurfing tauglich. Denn innerhalb der Community gibt es eine extra Gruppe für Familien mit etwa 9000 Mitgliedern weltweit. Die Gastgeber haben meist selbst Kinder, so dass der mitreisende Nachwuchs bestens mit Spielkameraden versorgt ist.

Spass, neue Leute kennen zu lernen

Couchsurfern geht es vor allem um den Spaß und die neuen Leute, die sie auf diese Weise kennenlernen. Weniger um das kostenlose Wohnen, was allerdings ein netter Nebeneffekt ist und das Reisen auch für den kleinen Geldbeutel möglich macht. Das Prinzip geht auf den US-Amerikaner Casey Fenton und das Jahr 1999 zurück, die Methode selbst ist aber noch älter und geht auf Private Housing zurück – ähnlich des Airbnb-Konzeptes, bei dem man Privatunterkünfte in aller Welt mieten kann. Allerdings ist Private Housing kostenpflichtig, Couchsurfen nicht.

Was Neder in ihrem 90-Betten-Projekt in ihrem gleichnamigen Buch niedergeschrieben hat, erleben Couchsurfer auf der ganzen Welt. Zwar verfügen alle registrierten Nutzer über ein entsprechendes Profil auf der Plattform, in dem sie die Art des Übernachtens schildern und den Wohnort ein wenig beschreiben.

Trotzdem sei das Ankommen immer äußerst spannend, schreibt Neder, die auf diese Weise schon eine Menge skurrile Typen und schräge Wohnformen kennengelernt hat. Nicht immer stand ihr ein Bett zur Verfügung, oft eine Couch, manchmal nur eine Iso-Matte auf dem Boden. Wer mehr Luxus und ein eigenes Zimmer bevorzugt, der sollte sich genau aussuchen, zu wem die Reise gehen soll oder dies in der Kontaktaufnahme zuvor abklären.

Land und Leute richtig kennenlernen

Couchsurfing beginnt oft damit, dass man selbst ein Zimmer oder einen Schlafplatz anbietet. Nach dem Motto: „Wenn ich schon nicht in die Welt hinaus kann, dann lade ich sie wenigstens zu mir nach Hause ein.“ Dann irgendwann wird man neugierig und möchte selbst die Erfahrung dieser Reiseform machen. Was oft als Städtetrip beginnt, entwickelt sich häufig zur Abenteuerreise.

Der Vorteil am Couchsurfing ist, wie der 30-Jährige Tom aus Köln sagt, das man direkt Anschluss hat. Bereits dreimal war er auf diese Weise unterwegs. Die erste Reise führte ihn nach Norwegen, die nächste nach London und auch Spanien bereiste er auf diese Weise. Seine Gastgeber zeigten ihm stets die Umgebung, bekochten ihn und gaben ihm Tipps, was es alles zu entdecken gibt.

Wer Land und Leute wirklich kennenlernen möchte, für den ist Couchsurfing die optimale Reiseform. Und wer keine bösen Überraschungen erleben möchte, hält schon im Vorfeld der Reise die Augen auf und klärt mit den Gastgebern per E-Mail wichtige Details. Die 43-jährige Sabine Richter aus Köln etwa nimmt ausschließlich weibliche Gäste bei sich auf. „Einen fremden Mann bei mir in der Wohnung übernachten zu lassen, wäre mir irgendwie unheimlich“, sagt sie. Deshalb sucht sie sich auch nur weibliche Gastgeber, wenn sie selbst von Couch zu Couch surft. swa

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