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    ... oder mit dem Planwagen durch Frankreich zu zockeln ...
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21.07.2015|Reisen
Entschleunigung

Entdeckung der Langsamkeit

Entschleunigung – In kleinen Gruppen fremde Länder entdecken, das einfache Leben genießen, mit dem Planwagen quer durch Frankreich zockeln oder in Bäumen nächtigen. Wer's im Urlaub ruhig angehen lässt, lernt, die Welt mit anderen Augen zu sehen.

Von der Entdeckung der Langsamkeit spricht Dierk Himstedt, wenn er von seinen Touren durch europäische Hochgebirge erzählt. Für den 48-Jährigen hat eine solche Tour meditativen Charakter. „Ich persönlich kann dabei wunderbar abschalten“, sagt er. Obwohl er mit einer Gruppe von etwa 15 Leuten unterwegs ist, herrscht angenehme Stille. „Du hörst nur den Wind rauschen oder irgendwo einen Bach.“ Für den kleinen Nischenveranstalter Wave ist der Kölner gelegentlich als Wanderguide im Einsatz. Eine gute Möglichkeit für ihn, Hobby, Nebenjob und Urlaub miteinander zu kombinieren.

Entdeckungstour durch europäische Hochgebirge

Ob durch die Pyrenäen, auf Korsika oder Kreta. Wandertouren gibt es viele. Im Vordergrund steht stets das gemeinsame Naturerlebnis. Genächtigt wird in Mehrbetthütten. Fortbewegungsmittel sind die eigenen Füße. Entschleunigen ist für viele der Antrieb, neben der Prämisse, möglichst viel von der Landschaft sehen zu können. Wer einmal neben dem Gipfelkreuz die wunderbare Aussicht genossen und die frische Bergluft eingeatmet hat, der denkt nicht an die Dinge, die zu Hause möglicherweise noch auf ihn warten. Wer lieber außerhalb Europas auf Entdeckungstour geht, für den bietet der kleine Nischenveranstalter unter anderem Touren durch den südamerikanischen Dschungel oder die afrikanische Steppe. Land, Leute und deren Kultur kennenlernen inklusive.

„Es gibt Menschen, die fahren in den Urlaub, um 14 Tage lang am Strand in der Sonne zu liegen. Das ist nicht unser Ding und auch nicht das unserer Kunden“, sagt Markus Fischer von Wavereisen. Mit den Menschen vor Ort in Kontakt zu treten, die Natur und die gesamte Umgebung kennen zu lernen, sei doch gerade das spannende Moment auf Reisen. Über den Tellerrand schauen, nennt Fischer dies.

Die Natur ist nicht planbar

Wave besetzt eine kleine Nische im gigantischen Reisemarkt. „Es sind häufig die typischen Individualreisenden, die sich irgendwann einmal einer unserer Gruppen anschließen“, sagt Fischer. Und irgendwie haben die Touren des in Wuppertal beheimateten Reiseveranstalters auch sehr individuelle Momente. „Unsere Mitreisenden müssen manchmal sehr flexibel sein und dürfen nicht auf eine vorher festgelegte Route bestehen. Die Natur ist nicht berechenbar und so kann es auch mal zu spontanen Umplanungen kommen“, sagt Fischer. Organisiert und doch irgendwie individuell seien die Reisen, sagt Dierk Himstedt.

Die Reiseleiter von Wave kennen die Länder, durch die sie führen, wie ihre eigene Westentasche, einige leben sogar schon ein paar Jahre vor Ort. „Uns ist es wichtig, den Kontakt zur Bevölkerung herzustellen, dies geht nur, wenn unsere Tourbegleiter sich dort auskennen. Schließlich soll auch die Bevölkerung von den Reisen profitieren, etwa durch die Vor-Ort-Aktivitäten, die stets von kleinen einheimischen Veranstaltern übernommen werden. „Das ist uns sehr wichtig. Viele leben ausschließlich vom Tourismus“, sagt Fischer.

Das grosse Abenteuer

Nächtigen im Baumhaus oder fortbewegen mit dem Planwagen. Der mit der roten Nachhaltigkeitsplakette zertifizierte Frankreich-Spezialist France écotours aus Frankfurt am Main hat neben familienfreundlichen Badeurlaubsdomizilen auch eher ungewöhnliche Urlaubsarten im Repertoire, etwa die Ein-PS-starken Planwagenfahrten in verschiedenen Regionen Frankreichs. Pferdezüchter Francoise begleitet die Urlauber im Planwagen etwa durchs südliche Burgund. Sechs Tage, die das Landleben dieser Region näherzubringen versprechen. Und am Abend, wenn alle zusammen am Lagerfeuer sitzen, lässt man den Tag noch einmal Revue passieren. Ökologischer kann man kaum reisen.

Nicht weniger abenteuerlich mutet das Übernachten im Baumhaus an. Diese Art des Wohnens bieten gleich mehrere Veranstalter in Frankreich an, zum Beispiel Le Chêne Perché. Die luftigen Unterkünfte sind natürlich nur etwas für schwindelfreie Gäste. Zu erreichen sind die Domizile entweder über steile Holztreppen oder schwingende Hängebrücken. Doch wer die Stimmung nachts im Wald einmal erlebt hat, wird diese Art des Urlaubs schätzen lernen. Vor allem für Aktivurlauber bietet diese Art des Nächtigens einiges an zusätzlichem Benefit: Oft sind Kletterparcours mit den Baumhäusern verbunden oder in unmittelbarer Nähe zu finden. Ein Urlaub, nicht nur für Einzelgänger, auch Familien mit größeren Kindern, mindestens im Schulalter, werden sich im Baumhaus wohl fühlen. Buchbar sind diese Domizile je nach Veranstalter entweder mit Verpflegung oder aber als Selbstversorger. swa

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