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    So kennt Stuttgart jeder: der Schlossplatz.
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    Greeter André Dietenberger zeigt die Schwabenmetropole abseits touristischer Trampelpfade.
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    Der Hoppenlau-Friedhof, heute ein Park, ist eine Oase der Ruhe mitten in Stuttgart.
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    Das Bosch-Areal: Wo 1886 der spätere Weltkonzern gegründet wurde, sind heute verschiedene Firmen aus der Medienbranche ansässig.
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    Der Feuersee mit der Johanneskirche im Stuttgarter Westen
13.10.2014|Reisen
Greeters

Einheimische zeigen ihre Stadt

Greeters - Sie verabreden sich mit wildfremden Menschen und zeigen ihnen kostenlos ihre Heimatstadt. GWEN-Redakteur Hannes Weik hat sich in Stuttgart mit einem der alternativen Fremdenführer getroffen und erfahren, was ihn antreibt.

André Dietenberger wartet vor der Touristeninformation am Hauptbahnhof auf mich. Ich habe ihn nie zuvor gesehen, erkenne ihn aber sofort. Seine braune Umhängetasche trägt unübersehbar das Logo der Stuttgart Greeters. „Hab ich mir anfertigen lassen“, sagt er und reicht mir die Hand. Die Begrüßung ist herzlich. Wir sind sofort per Du.

Die Greeters sind ein weltumspannendes Netzwerk von Menschen, die Freude daran haben, Fremden kostenlos und auf gesellige Art einen persönlichen, ungewöhnlichen und authentischen Eindruck von ihrer Heimatstadt zu vermitteln. In New York und vielen andren englischsprachigen Metropolen gibt es schon seit gut 20 Jahren Greeter-Programme.

Abseits touristischer Trampelpfade

In Deutschland kommt das erst jetzt allmählich auf: Berlin, Hamburg, München, Dresden, Kassel, Mannheim, Stuttgart. Es läuft überall nach dem gleichen Prinzip ab: Einzelpersonen oder kleine Gruppen verabreden sich mindestens zwei Wochen vor Reisebeginn im Internet mit einem Greeter. „Wenn sich die Leute gar nicht auskennen, hole ich sie gerne im Hotel ab“, sagt André.

Der Reisende gibt an, was ihn an seinem Zielort besonders interessiert. Bei mir sind es die Halbhöhenlagen am Rande des Talkessels. André hat sich daraufhin die ungefähre Route überlegt. Sie verläuft abseits touristischer Trampelpfade: Killesberg, Hoppenlau-Friedhof, Reithalle, Bosch-Areal, Feuersee, Karlshöhe.

„Wer die gängigen Sehenswürdigkeiten kennenlernen und möglichst viel über Stuttgart erfahren will, ist bei uns falsch“, sagt André. „Wir zeigen den Leuten eher unsere persönlichen Lieblingsorte.“ Zwei der Stuttgart Greeters sind Veganer und führen Fremde zu einschlägigen Restaurants. Ein anderer ist architekturbegeistert.  Mit jedem neuen Greeter kommen neue Themenschwerpunkte hinzu. André hat die Stuttgart Greeters schließlich erst im Januar 2014 gegründet.

Mit einer Studentin durch Moskau

„Ich mache gerne Städtereisen und finde es spannend, zusammen mit Einheimischen unterwegs zu sein“, erzählt André. Der 36-jährige IT-Berater war im Frühjahr 2013 in Moskau und hat sich die russische Hauptstadt von einer Studentin zeigen lassen. „Danach war für mich klar: Stuttgart braucht auch ein Greeter-Programm. Denn es gibt so vieles, was ich Fremden zeigen möchte.“

André nahm Kontakt zu Greeters in anderen Städten auf, holte sich Tipps und fand Unterstützer, die die Homepage für ihn programmierten, Flyer druckten und Stuttgart Greeters bekannt machen. Inzwischen gibt es vier Greeters in der Schwabenmetropole und immer mehr Menschen melden sich und fragen nach einem Greet. „Die meisten sind noch recht jung, zwischen 25 und 40 Jahren.“

Zwei Stunden sind wir zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs und stehen schließlich auf der Karlshöhe, einem grünen Hügel mitten im Talkessel. André zeigt auf ein blaues Schild an einem Baum: „Den Blaustrümpflerweg empfehle ich jedem, der sich für die Halbhöhenlagen interessiert.“

Unser gemeinsamer Rundgang geht langsam zu Ende. An einer S-Bahn-Station verabschieden wir uns und André verschwindet in der Menge.

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