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    Klausurgang im Kloster Beuron: sich auf das Wesentliche konzentrieren, die Fähigkeit zur Selbstreflektion wieder erlangen, erfrischt in den Alltag zurückkehren
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    Benediktinerkloster Beuron: Wunderbare Gesänge verdrängen die Schatten der Nacht.
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    Mariengarten: Die Ruhe und Stille, die feste Ordnung, die immer gleichen Abläufe und Rituale verleihen dem Aufenthalt einen entschleunigenden Charakter.
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    Die Gästezimmer im Kloster Beuron sind spartanisch eingerichtet. Fernseher gibt es nicht, Laptops und Handys sind unerwünscht.
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    Oberes Donautal zwischen Sigmaringen und Tuttlingen: Auch wer keine Auszeit im Kloster macht, vergisst bei einem solchen Anblick den Alltagsstress.
30.07.2015|Reisen
Auszeit im Kloster

Eine Reise ins Innere

Auszeit im Kloster – Gelassenheit wird von vielen Menschen gleichermaßen erstrebt wie vermisst. Die kraftvolle Wirkung von Innenschau und Kontemplation weitet die Zeitdimension und steigert das Wohlbefinden. GWEN-Autor Thomas Kopal hat es ausprobiert.

Es ist halb fünf Uhr morgens und noch dunkel. Ich ziehe mich an, um in die Laudes oder auch Morgenhore, das kirchliche Morgengebet, zu gehen, die kurz nach fünf Uhr beginnt. Normalerweise eine Zeit, in der ich mich noch einmal im Bett umdrehe und froh bin, noch eine Weile weiterschlafen zu dürfen.

In der etwas überladen wirkenden Abteikirche des Benediktinerklosters Beuron im oberen Donautal haben sich die Mönche versammelt und die wunderbaren Gesänge verdrängen die Schatten der Nacht und entführen mich zu einer sehr eindrücklichen inneren Reise, bei der das spirituelle Erleben im Vordergrund steht.

Auch Ungläubige sind willkommen

Es sind genau diese Erfahrungen, die gestresste Politiker, Lehrer oder Erzieherinnen, Einzelpersonen oder ganze Gruppen suchen: Hier im Kloster Beuron, aber auch in vielen anderen Klöstern im Land, bieten Ordensgemeinschaften, Mönche aber auch Referenten und Mitarbeiter einen Rahmen, im dem es Frauen ebenso wie Männern, Gläubigen wie Ungläubigen ermöglicht wird, innezuhalten und zu sich kommen.

Häufig, so sagt mir Prior Sebastian Haas-Sigel, der Gastpater des Klosters Beuron, würden solche Aufenthalte bei Lebenskrisen gewählt um hier zu einer neuen Orientierung zu finden. Manchmal sei es auch nur das Gefühl der Überforderung und des „Ich kann nicht mehr weiter so“.

Rituale und ihre Wirkung

Die Klöster liegen meist abseits der großen Städte und so wie das Kloster Beuron in einer überwältigenden Landschaft, dem oberen Donautal, auch der Grand Canyon Oberschwabens genannt. Schon dieses Umfangensein mit Natur, die Ruhe und Stille, die feste Ordnung, die immer gleichen Abläufe und Rituale eines Klosteralltags sind es, die den Aufenthalten einen entschleunigenden Charakter verleihen.

Manche Klöster bieten auch Urlaube in speziellen Hotels an. Reizvolle Rundwanderwege, die reichhaltige Flora eines Naturparks, Werkstätten, eine Vielzahl von Veranstaltungen, Messen, Klosterläden und Führungen vervollständigen die Auszeit für den Gast.

Laptop und Handy unerwünscht

Nach einem langen Tag mit Besichtigung der Erzabtei und stiller Andacht ruft mich am Abend die Glocke zur Komplet, dem Nachtgebet, in die Klosterkirche. Mit den sanften Klängen betender Mönche werde ich in die Ruhe der Nacht entlassen. „Gerne wieder“ würde ich ja auf Facebook posten, wären Laptop und Handy nicht unerwünscht.

Ich werde wiederkommen. Sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, die Fähigkeit zur Selbstreflektion wieder zu erlangen, erfrischt in den Alltag zurückkehren oder vielleicht ganz neue Wege im eigenen Leben zu beschreiten, all das ermöglicht einem der Aufenthalt in einem Kloster – man muss es nur wollen.

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