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    Tret-Hausboot Escargot auf der Ruhr: Die Region hat mehr zu bieten als alte Zechen und Stahlwerke.
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    Eine Fahrt mit der Escargot erfordert Muskelkraft, ...
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    ... aber ein kleiner Elektromotor, der Strom aus Solarzellen bezieht, unterstützt beim Treten.
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    Nach einer kurzen Einweisung durch den Flottenchef darf man ablegen.
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    Jochen Tack, Arnd Rüskamp, Susanne Mittenhuber, Martin von Braunschweig, Annika Fischer, Patrick Bierther und Jörn Hartwich (von links) haben die Ruhr von der Quelle bis zur Mündung bereist ...
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    ... und den Fluss in ihrem Buch „219,3 Kilometer im Fluss“ portraitiert.
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    Tret-Hausboot „Lütt Hütt“ auf der Müritz: Die Kajüte ist abschließbar, sodass die Tretbootfahrer jederzeit anlegen, um Landschaft, Dörfer und Städte Mecklenburgs entdecken können.
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    Optisch erinnert die „Lütt Hütt“ an einen Miniaturschaufelraddampfer. Aber mit dem Unterschied, dass sich die seitlich befestigten Schaufelräder allein durch die Kraft der Beine bewegen lassen.
10.09.2015|Reisen
Urlaub auf dem Tretboot

Aktivität und Erholung

Urlaub auf dem Tretboot – Boot fahren mit der Kraft seiner Beine, ganz ohne Treibstoff. Das klingt nach Schwerstarbeit, ist aber pure Erholung. Im Ruhrgebiet und auf der Mecklenburgischen Seenplatte bieten Verleiher Hausboote mit Pedalantrieb für Entdecker an.

Zwei Sitze, Pedale und vielleicht noch eine kleine Liegefläche – so stellen sich die meisten Menschen ein Tretboot vor. Zuhauf finden wir sie an so ziemlich allen Ausflugszielen, die an irgendeinem Gewässer liegen. Als Unterkunft im Urlaub taugen die allermeisten davon jedoch nicht. Anders im Ruhrgebiet. Dort bietet die Grüne Flotte Hausboote mit Pedalantrieb an. Escargot heißen sie, das ist Französisch und heißt Schnecke.

Ein Vergleich, der durchaus angebracht ist, meint Jochen Tack. Der Fotograf hat an dem Buchprojekt „219,3 Kilometer im Fluss“ über die Ruhr mitgearbeitet und dafür kräftig in die  Pedale getreten. „Wir waren nur einen Tag mit dem Boot unterwegs. Die meisten fahren zwischen zwei und vier damit“, erzählt Tack, der zugibt, dass die Tour durchaus ihre Tücken habe: „Wenn man gegen den Wind fährt, ist es schon recht anstrengend. Aber die Boote haben einen Elektro-Motor zur dezenten Unterstützung, der Strom aus Solarzellen bezieht“, fügt er lachend hinzu.

Im Schneckentempo die Ruhr entlang

Die Tour mit der Escargot war nur eine von vielen, die Tack zusammen mit seinem Team entlang der Ruhr unternommen hat. Monatelang begab er sich mit seinen Kollegen auf die Spuren des kleinen Flusses. Von der Quelle im Sauerland bis zur Mündung bei Duisburg. Herausgekommen ist ein Buch, das von einer Region handelt, die weit mehr zu bieten hat, als alte Zechen und Stahlwerke. „Man glaubt es manchmal ja selbst kaum, wie grün das Ruhrgebiet ist“, sagt Tack. Urlaub im Ruhrgebiet scheint sich zu lohnen. Vor allem auf dem kleinen Hausboot lässt sich Aktivität und Erholung wunderbar kombinieren.

In Mülheim an der Ruhr liegt die kleine Flotte vor Anker. Nach einer kurzen Einweisung von Flottenchef Wulf-Jürgen Franke kann man auch schon ablegen. Es gibt einige Regeln zu beachten. Dazu gehört es, den großen Ausflugsschiffen der Weißen Flotte immer auszuweichen. Dann geht es, wie der Name des Bootes es erahnen lässt, im Schneckentempo über das Wasser. Wer schneller fahren will, muss kräftiger treten oder sich eben von einer Entenfamilie überholen lassen, schrieb Annika Fischer, eine der Autorinnen von „219,3 Kilometer im Fluss“, in ihren Notizblock.

Das Boot kann man mehrere Tage oder gar wochenweise mieten. Ein Tag ohne Übernachtung kostet 190 Euro, eine Übernachtung 255 Euro. Jeder weitere Tag wird mit 80 Euro berechnet. Die Escargot bietet Platz für vier Personen. Das Fazit der Ruhrbuch-Crew: Anstrengend aber lohnenswert. Durch das gemächliche Tempo kommt man mit Badegästen, Fahrradfahrern und Anglern ins Gespräch. Und wenn man sich nicht zu viel für den Tag vornimmt, bleibt genug Zeit, an besonders schönen Ufern den Anker zu werfen oder sich einfach treiben zu lassen.

Eine kleine Hütte zum Fahren

Einige hundert Kilometer weiter nordöstlich bietet die Bootsmanufaktur Woterfiz Tretboottouren mit dem „Lütt Hütt“ über die Müritz an. Optisch erinnert das Boot an einen Miniaturschaufelraddampfer. Aber mit dem Unterschied, dass sich die seitlich befestigten Schaufelräder allein durch die Kraft der Beine bewegen lassen. „Lütt Hütt“ funktioniert wie ein Tretboot und ist genau so leicht zu steuern. Man benötigt keinen Führerschein und keinen Treibstoff, ist also absolut umweltfreundlich unterwegs. Die Kajüte ist abschließbar, sodass die Tretbootfahrer jederzeit anlegen, um Landschaft, Dörfer und Städte Mecklenburgs entdecken können.

Wer Komfort sucht, ist jedoch auf dem „Lütt Hütt“ falsch. Die fahrbare Hütte bietet eine Liegefläche für zwei Personen und eine Kochstelle. Das alles für 299 Euro pro Woche. Wer die kleine Hütte nur mal an einem Wochenende testen möchte, zahlt für zwei bis drei Tage 180 Euro. Seit 2011 bietet die Bootsmanufaktur Woterfiz aus Rechlin an der Müritz vier Tretboote mit der kleinen Hütte für gemütliche Ferien auf dem Wasser an.

Mit gerade mal acht Stunden pro Kilometer gleitet das Boot kaum schneller als die Ruhr-Schnecke über das Wasser. Dafür ist aber auch hier Zeit genug, die Landschaft der mecklenburgischen Seenplatte mit ihrer intakten Natur zu genießen. swa

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