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    Aktivhaus B10 mit Elektro-Auto: „Technisch ist die emissionsfreie Stadt bereits heute problemlos machbar“.
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    So könnten Wohnhäuser in einer elektrischen Stadt aussehen.
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    Architekt Werner Sobek bei der Verleihung des Fitz-Leonhardt-Preises im Juli 2015
25.09.2015|Mobilität
Elektrische Stadt

Völlig emissionsfrei

Elektrische Stadt – Elektroautos fristeten in der deutschen Automobilindustrie noch eher ein Nischendasein. Dabei gehört ihnen die Zukunft – zumindest, wenn es nach dem Willen des Stuttgarter Architekten Werner Sobek geht. Dieser nämlich fordert völlig emissionsfreie Städte bis 2020.

Um dieses hehre Ziel zu erreichen, müssten sämtliche Gebäude und Fahrzeuge vollständig aus regenerativen Energiequellen versorgt werden. „Technisch ist das bereits heute problemlos machbar“, sagt Sobek, allerdings erfordere eine solche „elektrische Stadt“ zwingend den Schulterschluss von Automobil- und Bauindustrie.

„In beiden Branchen gibt es wegweisende Entwicklungen, die zur Emissionsfreiheit beitragen“, so Sobek weiter. „Die Automobilindustrie treibt den Bau immer leistungsstärkerer und langlebigerer Akkus voran, während die Baubranche an Lösungen wie einer nachrüstbaren Gebäudeautomation arbeitet, die den Energieverbrauch bestehender Gebäude innerhalb sehr kurzer Zeit spürbar verringern kann.“

Lebhaftes Interesse

Welche konkreten Ergebnisse eine Allianz dieser beiden Industriezweige zeitigen könnte, hat Sobek selbst bereits im Sommer 2014 gezeigt: In der Stuttgarter Weißenhofsiedlung baute er das weltweit erste Aktivhaus B10. Dieses soll dank eines selbstlernenden Gebäudeautomationssystems doppelt so viel Strom aus erneuerbaren Energiequellen erzeugen wie es selbst benötigt – und mit dem Überschuss zwei Elektroautos und einen benachbarten Altbau versorgen.

Dass es Sobek mit seiner weitgehenden Forderung nach komplett emissionsfreien Städten ernst mein, steht außer Frage. Immerhin hat er selbst ein lebhaftes Interesse daran. Mit seiner weltweit operierenden Firmengruppe ist der 62-Jährige nämlich bei alphaEOS eingestiegen, einem Unternehmen, das genau diese nachrüstbare Gebäudeautomation produziert, der Sobek eine so wichtige Rolle für das Gelingen der „elektrischen Stadt“ einräumt. haw

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