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    Ein Smart fortwo electric drive Cabrio beim Tanken: In Zukunft könnten neuartige Akkus mit Lithium-Schwefel-Verbindungen erhebliche Fortschritte bei der Reichweite ermöglichen.
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    Halb geladen lässt sich ein Akku am besten lagern. Aber wer tritt mit halb vollem Akku schon gerne eine Tour mit dem eBike an?
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    Es ist möglich, Akkus zu leasen, zum Beispiel für den Nissan Leaf.
13.10.2014|Mobilität
Akkus

An ihnen hängt alles

Akkus - Selten hängt die Produktqualität so sehr von einem einzigen Bauteil ab: Die besten Elektrofahrzeuge sind wertlos, wenn der Akku nichts taugt. Verbraucher sollten sich also gut darüber informieren. Die GWEN-Redaktion hat Antworten auf die wichtigsten Fragen gesammelt.

  • Worauf sollte man beim Kauf von Akkus achten?

Oft hat der Kunde gar keine Wahl: Akkus gibt es zwar in beinahe unendlich vielen Ausführungen, aber in den allermeisten Fällen passt nur ein einziger zum jeweiligen Gerät. Das ist zwar ärgerlich, aber Unpassendes passend zu machen, ist trotzdem keine gute Idee. Das geht zu Lasten der Produktsicherheit und ist brandgefährlich! Wer sich den Akku aussuchen kann, sollte vor dem Kauf Testberichte lesen und möglichst auf billige No-Name-Produkte verzichten.

 

  • Ist es möglich, Akkus zu leasen?

Es gibt Anbieter, die diesen Service offerieren. Der französische Autobauer Renault ist einer davon. Die Leasing-Preise variieren abhängig von der Vertragslaufzeit und den gefahrenen Kilometern und liegen beim kleinsten Elektrofahrzeug, dem Renault Twizy, zwischen 50 und 72 Euro pro Monat. Austausch und Entsorgung übernimmt Renault. Ähnliche Leasingangebote gibt es von Nissan für das Elektroauto Leaf und von Daimler für den Smart. Bei den e-Bikes liegen die Preise für Akkus in einem Bereich, der Leasing eher unattraktiv macht. Bei den Firmen LeaseRad und Leasing eBike ist es aber möglich, ganze Fahrräder zu leasen.

 

  • Wie sollte man Akkus behandeln, damit man möglichst lang Freude an ihnen hat?

In diesem Punkt sind Akkus ein bisschen wie Menschen: Ohne Stress halten sie länger durch. Den Betrieb bei hohen Temperaturen sollte man ihnen deshalb besser ersparen. Einen Akku andauernd vollständig zu entladen ist ebenfalls keine gute Idee. Ansonsten gilt: Ein voller Akku altert schneller als ein halb geladener. Leider lässt sich das nur schwer in die Tat umsetzen. Wer tritt bei halb geladenem Akku schon gerne eine Tour mit dem e-Bike an?

  • Kann man Akkus beim Händler zurückgeben oder umtauschen?

Auch auf Akkus gibt es Gewährleistungspflichten, sodass innerhalb der Garantiezeit defekte Akkus umgetauscht werden können. „Die allermeisten Hersteller von Elektroautos gehen dabei weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus“, sagt Benjamin Franke vom Bundesverband eMobilität. Auch für die Rückgabe alter Akkus sind die Hersteller der richtige Ansprechpartner. Hier gibt es Kooperationen mit Recyclingunternehmen, die auf Batterien spezialisiert sind.

 

  • Wie entsorgt man Akkus am umweltschonendsten?

Ausgediente Akkus am besten beim Händler abgeben oder auf dem Wertstoffhof entsorgen. Für Blei-Akkus gibt es inzwischen ein vorbildliches Recyclingsystem, bei dem 95 Prozent wiederverwendet werden. Das ist bei Lithium-Ionen-Akkus nicht möglich. Wie eine effiziente und wirtschaftliche Wiederverwertung aussehen könnte, wird momentan noch untersucht.

 

  • Sind leistungsstärkere Akkus mit kürzeren Ladezeiten in Sicht?

Alleskönner gibt es bisher nicht und wird es wahrscheinlich auch in Zukunft nicht geben. Käufer müssen daher häufig Kompromisse eingehen. „In bestimmten Fällen gibt es aber die Möglichkeit, Akkus nach dem jeweils wichtigsten Kriterium auszusuchen“, erklärt Peter Gulde vom Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie in Itzehoe. Der Physiker macht aber Hoffnung: „In der Summe ihrer Eigenschaften werden die Akkus stetig verbessert. In Zukunft könnten neuartige Akkus mit Lithium-Schwefel-Verbindungen erhebliche Fortschritte bei der Reichweite ermöglichen.“ Bis es soweit ist, werden aber noch einige Jahre ins Land gehen. haw

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