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    Reines, lebendiges Wasser aus der Quelle
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    Der Hahnaufsatz aus Edelstahl wird einfach auf den Wasserhahn geschraubt. Das Verwirbeln und Vitalisieren des Wassers erfolgt nach Aussage von Vortex, wenn das Wasser durch den Aufsatz fließt.
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    Wasserexperte Alexander Class mit dem Vortex Wasseraufbereitungssystem. Wer das ganze Haus mit Wirbelwasser versorgen möchte, sollte es installieren.
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    Harald Wahl, Gründer von Aqviwa, an der hauseigenen Wasserbar.
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    Wasserfilter zur naturnahen Aufbereitung von Trinkwasser.
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    Kommt aus Japan: der Ionisierer zur Herstellung des basischen oder sauren Kangen Wassers.
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    Masaro Emoto hat das wegweisende Buch „Die Botschaft des Wassers“ geschrieben und die Wasserkristallfotografie erfunden.
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    Ob direkt an der Quelle abgefüllt oder naturnah aufbereitet – es gibt viele Möglichkeiten, hochwertiges Wasser zu genießen.
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    Natürlich sprudelndes Wasser
10.06.2016|Gesundheit
Alternativen zur PET-Flasche

Verwirbelt und veredelt

Alternativen zur PET-Flasche − Mineralwasser aus Glas- oder Plastikflaschen ist verzichtbar. Schließlich wird Leitungswasser frei Haus geliefert und es gibt Möglichkeiten, es aufzubereiten und geschmacklich zu verbessern. GWEN-Autorin Heike Bering hat sich umgesehen.

Mineral- oder Leitungswasser, Glas- oder Kunststofflasche, Ein- oder Mehrwegflaschen? Es gibt eine große Auswahl an Wasser und dessen Verpackung. Und viele Unsicherheiten. Ungefähr 137 Liter natürliches Mineralwasser trägt jeder Deutsche im Jahr nach Hause; nach Cola und Bier ist es das beliebteste Getränk überhaupt.

Das meiste davon wird in Flaschen aus Polyethylenterephthalat, kurz PET-Flaschen, abgefüllt. Das hat die Verbraucher Initiative, der Bundesverband für gesundheitlichen, ökologischen und sozialen Verbraucherschutz, in einer Studie Alarm schlagen lassen: „Statt Mehrweg- und ökologisch vorteilhafter Einweg-Getränkeverpackungen werden zunehmend Einweg-PET-Getränkeflaschen verkauft. Die vom Gesetzgeber vorgegebene und politisch gewünschte Zielmarke von mindestens 80 Prozent Marktanteil für Mehrweg- und ökologisch vorteilhafte Einweg-Getränkeverpackungen (MövE-Getränkeverpackungen) für Massengetränke wird seit Jahren verfehlt.“

Die Reinheit geht baden

Auch bei der Qualität der angeboten Mineralwasser gibt es Unsicherheiten: Wie belastet sind sie wirklich, zum Beispiel mit Pestiziden, Umwelthormonen und Arzneimittel-Rückständen? Unter dem Titel „Die Reinheit geht baden“ hat die Stiftung Warentest im August 2014 eine Studie herausgegeben, die unter anderem zu folgender Schlussfolgerung gelangt: „Die Befunde, auch die im Spurenbereich, gefährden die ursprüngliche Reinheit. Mineralwasser unterscheidet sich damit nicht mehr vom Trink-, Tafel- und Quellwasser“, schreiben die Experten.

Es gibt dazu Alternativen in Form von Hahnaufsätzen und Filtersystemen, die Schadstoffe zurückhalten, den Geschmack verbessern, Verpackungen überflüssig machen und Transportwege ersparen. Das Erstaunliche ist: Es sind sinnvolle und positive Lösungsansätze. Trotzdem sehen sich diejenigen, die daran arbeiten, in einer Art Beweispflicht – ganz im Gegensatz zu denen, die weiterhin bedenkenlos ihr Wasser aus einer PET-Flasche zu sich nehmen. Die häuftgsten Fragen lauten: Ist das Leitungswasser, das zum Beispiel vor dem Genuss durch einen Hahnaufsatz oder durch Filtersysteme fließt, tatsächlich besser? Gibt es wissenschaftliche Studien, die das belegen?

Wasser revitalisieren – nach dem Vorbild der Natur

Einer, der diese Beweispflicht zur Genüge kennt, ist Matthias C. Mend. Der Wahlschweizer hat im Jahr 2012 das Unternehmen Vortex gegründet und verbringt einen nicht unerheblichen Teil seiner Zeit mit Vorträgen und Reisen, um seine Idee zur Aufbereitung von Leitungswasser unter die Leute zu bringen. Zusammen mit seinem Geschäftspartner, dem deutschen Wasserexperten Alexander Class, hat er einen Aufsatz entwickelt, der das Wasser verwirbelt und auf fast jeden handelsüblichen Wasserhahn passt. „In diesem Prozess wird das Wasser ab hauseigener Leitung so veredelt, dass dieses von der molekularen Struktur und vom Sauerstoffgehalt her Quellwasser ähnelt und den menschlichen Körper optimal mit Mineralstoffen versorgt“, ist Mend überzeugt. „Wir revitalisieren Leitungswasser nach dem Vorbild der Natur.“

Ein starker Motor, seine Idee weiter zu verfolgen, ist für Mend der mit Schadstoffen belastete Wasserkreislauf und die massive Umweltbelastung durch Kunststoffflaschen, die nicht wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden. Laut Mend gibt es nur eine Option: weg von der Flasche. „Allein durch das Anschrauben des Hahnaufsatzes kann man die Qualität des Trinkwassers beträchtlich steigern“, sagt der Wasserspezialist. Wer noch einen Schritt weiter gehen und Wohnungen oder Häuser mit Wirbelwasser versorgen will, sollte ein Wasseraufbereitungssystem installieren. Ein weiter positiver Nebeneffekt nach Aussage von Mend: Das gesamte Leitungssystem und die angeschlossenen Hausgeräte werden vor Verkalkung geschützt.

Seit einigen Monaten ist in meinem Haushalt ein Wirbelaufsatz im Einsatz: Es ist ein schlichtes Produkt aus Edelstahl, das am Wasserhahn so gut wie gar nicht auffällt. Das Wasser schmeckt weicher und frischer. Und der Gedanke, vollständig auf Wasserflaschen verzichten zu können, hat etwas Bestechendes. Zumal man mit einer einfachen Maßnahme dazu beitragen kann, ein großes globales Problem zu lösen. 

„Man will nichts anderes mehr!“

Harald Wahl sieht das auch so. Er führt in Stuttgart und Böblingen einen Sanitärfachhandel. Im Herbst 2012 ist er mit seinen 30 Mitarbeitern dazu übergegangen, sich nur noch aus der hauseigenen Wasseraufbereitungsanlage – er nennt sie bezeichnenderweise „Brunnen“ – mit Trinkwasser zu versorgen. In einer Art Selbstversuch wollte er über einen längeren Zeitraum testen, ob das aufbereitete Wasser besser ist und ob Veränderungen eintreten. Wahl und sein Team sind mittlerweile so überzeugt davon, dass sie es sogar in spezielle Edelstahlflaschen abfüllen, wenn sie unterwegs sind. „Man muss es einfach eine Zeitlang trinken, dann will man nichts anderes mehr!“, so Wahl. Er berichtet, dass sich sein Team insgesamt gesünder, frischer und energiegeladener fühle, seit sie auf das veredelte Leitungswasser umgestiegen seien.

Der Stuttgarter Geschäftsmann hat aus diesen Erfahrungen heraus Aqviwa gegründet. Aqviwa bietet unter anderem Wasserfilter an, die über ein Filtersystem aus gewebter Aktivkohle unerwünschte Schadstoffe wie Chlor, Pestizide, hormonelle Rückstände und Legionellen zurückhalten. Lebenswichtige Mineralien wie Eisen, Kalzium und Magnesium blieben nach Aussage von Wahl im Trinkwasser erhalten. Wahl empfiehlt, den Filter in großen Abständen zu wechseln, in der Regel etwa alle drei Jahre. „Wenn der neue Filter installiert wird, wandert der gebrauchte Filter zurück ins Werk und wird dort vollständig wieder aufbereitet“, erläutert er.

Was ist „vitales“ Wasser?

Im Gespräch mit den Wasserspezialisten taucht immer wieder der Name Victor Schauberger (1885-1958) auf. Der österreichische Förster und Naturforscher hat das Wasser Zeit seines Lebens beobachtet und erforscht. Fließformen des Wassers sind Ausdruck des von Schauberger entdeckten lebensaufbauenden Bewegungsprinzips. Wasser fließt in Einwirbelungen, Mäandern, Strudeln, Spiralen und Wellenbewegungen. Das Wasser in einem Gebirgsbach wird durch die verschiedenen Steine und Gefälle stetig in Wirbelbewegungen versetzt.

Diese Verwirbelung könne dem Wasser, so die Vorstellung Schaubergers, seine ursprüngliche Vitalität und Lebendigkeit zurückgeben. Dabei könnten sich durch die auftretenden Fliehkräfte die Wasserstoffbrückenbindungen – die sogenannten Wassercluster – zwischen den Wassermolekülen lösen, was das Wasser zum Beispiel aufnahmefähiger für Mineralien und Sauerstoff mache. Bei den Systemen von Matthias C. Mend und Harald Wahl – auch der Österreicher Johann Grander ist hier zu nennen – handelt es sich in diesem Sinn um natürliche Wasserbehandlungssysteme, die diese Verwirbelungseffekte nutzen.

Kangen Wasser aus Japan

Der Begriff „Kangen“ kommt aus dem Japanischen und bedeutet: „Zurück zum Ursprung“. Kangen-Wasser wird nicht aktiv beworben. Man probiert es irgendwo und lässt sich dafür begeistern. Die ganz klassische Mund-zu-Mund-Propaganda also. Ich habe Kangen-Wasser per Zufall in der kieferorthopädischen Praxis von Eckart Bordewieck in Stuttgart kennengelernt. Bordewieck hat das Wasser zunächst nur privat getrunken; heute ist es auch in seiner Praxis für Mitarbeiter und Patienten verfügbar: „Wir haben alles Mögliche ausprobiert, aber nichts hat uns so überzeugt wie das Kangen-Wasser.“ Auch hier ein angenehm weicher, feiner Geschmack.

Kangen-Wassergeräte filtern das Wasser von schädlichen Substanzen, wie beispielsweise Schwermetallen, und stellen mittels Elektrolyse fünf verschiedene Arten von Wasser her: Kangen-Wasser mit einem pH-Wert von 8,5 bis 9,5 zum Trinken und Kochen, gefiltertes neutrales Wasser mit einem pH-Wert von 7,0 zum Trinken und zum Einnehmen von Medikamenten oder zur Nahrungszubereitung für Kleinkinder. Zum Reinigen und Desinfizieren kann auch saures Wasser produziert werden. Die Wassergeräte werden seit 40 Jahren unter dem Firmennamen Enagic in Japan entwickelt und vom japanischen Gesundheitsministerium sogar als „medizinisches Gerät“ zertifiziert.

Willibert Pfister vertreibt Kangen-Wasser in Deutschland. „Es ist schadstoffgefiltertes, ionisiertes und antioxidantes Trinkwasser mit basischem pH-Wert. Durch seine kleinere Molekularstruktur kann es Zellwände leichter und schneller durchdringen und bewirkt damit eine bessere Hydrierung der Zelle“, beschreibt er den wesentlichen Unterschied. Für Pfister ist das Wasser, das ein Kangen-Ionisierer produziert, „eine besonders gute Möglichkeit, dem Müllberg und dem Wasserkisten-Schleppen entgegenzuwirken. Man stellt so viel Trinkwasser, wie man braucht, einfach zuhause her.“

Um eine gute Qualität es Trinkwassers sicherzustellen, empfiehlt das Umweltbundesamt, das Wasser vor Genuss so lange laufen zu lassen, bis es kalt aus der Leitung kommt: „Trinkwasser, das länger als vier Stunden in der Trinkwasser-Installation stagniert, also gestanden hat, sollte grundsätzlich nicht zur Zubereitung von Speisen und Getränken genutzt werden. Das Wasser sollte zumindest einige Zeit laufen, ehe es als Lebensmittel verwendet wird“, ist in der Broschüre „Trink was – Wasser aus dem Hahn“ zu lesen, die das Umweltbundesamt herausgegeben hat.

Zurück zu den Wurzeln

Gesunde Nahrung – Früher war alles besser. Was die ältere der jüngeren Generation gerne mit auf den Weg gibt, trifft für unseren Konsum allemal zu. Alte Gemüse- und Obstsorten aber auch alte Tierrassen erleben ein Comeback.

Zu Schade zum Wegspülen

Abfallentsorgung − Kot und Urin enthalten wertvolle Rohstoffe: Kompost-Toiletten können natürliche Kreisläufe schließen und dabei auch noch Energie sparen.

Einfach mal abschalten

Auszeit – Dauerhafter Stress zermürbt. Die Psyche leidet und die Gesundeit auch. Regelmäßige Auszeiten können helfen, zur Ruhe zu kommen und seine Probleme neu zu ordnen. 

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