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    Der Barfussschuh für jede Jahreszeit heißt GWEN. Die Autorin schätzt das Modell von vivobarefoot nicht nur aufgrund der Namensgleicheit.
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    Wenn er nicht schreibt, läuft er: Christopher McDougall, Langstreckenläufer und Autor des Bestsellers „Born to Run“.
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    Diese Barfussschuhe sind winter- und businesstauglich. Sie wurden von dem Faszientherapeuten Frank W. Demann entwickelt.
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    Rutschfest und bei 40° waschbar, verspricht Leguano.
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    Am besten ist es, sich in einem speziellen Store mit den Eigenarten eines Barfußschuhs vertraut zu machen.
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    Die bewegliche Sohle haben alle Barfuß- oder Minimalschuhe gemeinsam.
18.01.2016|Gesundheit
Starke Füsse

Laufen in Barfussschuhen

Starke Füße – So wenig Schuh wie möglich zwischen Fuß und Erde – Langstreckenläufer, Wissenschaftler und Mediziner plädieren für eine natürliche Gangart, die Gelenke schonen und den Fuß entlasten soll.

„Ich lasse so wenig wie möglich zwischen meinen Fuß und die Erde kommen“, bekennt Christopher McDougall, Langstreckenläufer und Autor des Bestsellers „Born to Run“. Nach einer Laufverletzung hat sich der Sportler intensiv mit den Tarahumara beschäftigt, die im Norden Mexikos leben und bekannt sind für ihre extremen Langstreckenläufe durch Berge, Wüsten und Canyons. Dabei tragen die Läufer oft nur Ledersandalen mit dünnen Sohlen oder bewegen sich barfuß.

„Gesundes Laufen hat vor allem mit Technik zu tun und ist nicht in erster Linie eine Frage der Schuhe“, ist McDougall überzeugt. Bei den Tarahumara hat er gesehen, dass es möglich ist, auf bloßem Fuß lange Distanzen zu bewältigen und selbst auf schwierigem Terrain keinen Schaden zu nehmen. Zugegeben: diese Fähigkeit haben die Läufer des Indianerstamms über Generationen hinweg entwickelt. Wer wie die meisten Läufer an gepolsterte Schuhe gewohnt ist und beim Laufen statt den Vorderfuß zu belasten eher auf der Ferse landet, muss sich langsam und behutsam an eine neue Lauftechnik gewöhnen.

Auch Daniel Lieberman, Professor für Humane Evolutionsbiologie an der Harvard University, plädiert für das Barfußlaufen, um starke Füße zu bekommen: „Heutzutage denken viele Menschen, sie bräuchten Schuhe mit fester Sohle und dicker Polsterung, die das Fußgewölbe stützen, aber eigentlich ist der Mensch dafür gebaut, barfuß zu gehen und zu laufen.“

Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an Barfußschuhen, die mit ihren dünnen Sohlen das naturnahe Laufen möglich machen und in allen Lebenssituationen getragen werden können; nicht nur beim Joggen, sondern auch im Büro und zu festlichen Anlässen. Im Sommer ebenso wie im Winter oder an regnerischen Tagen.

Umsteigen auf einen Barfussschuh

Was ändert sich beim Umsteigen auf einen Barfußschuh? Was bringt es, wenn man seinen Schuh mit komfortabler Sohle gegen einen Barfußschuh tauscht und sich anfangs über das fast „nackte“ Laufgefühl wundert, das unmittelbare Wahrnehmen des Bodens mit Steinen, Unebenheiten, Wiese, Erde oder hartem Asphalt?

„Wenn du deine Fußmuskulatur stärkst, trainierst du gleichzeitig auch Waden, Schenkel, Po, den unteren Teil des Rückens und den Unterleib und kräftigst so deinen Körper insgesamt“, beschreibt der Trainer, Ausbilder und Coach Lee Saxby die Erfahrung des Laufens in einem Minimal- oder Barfußschuh beziehungsweise das Barfußlaufen an sich. „Durch die erhöhte Sensibilität aller 200 000 Nervenenden an den Fußsohlen wird die Sinneswahrnehmung verbessert und die Durchblutung erhöht.“

Auch der Faszientherapeut Frank W. Demann hat sich die Erforschung der natürlichen Gangart und deren Wirkung auf den gesamten Körper zur Lebensaufgabe gemacht. Er rät zu einer natürlichen Gangart in Schuhen mit Nullabsatz, Barfußschuhen oder Minimalschuhen, die den Ballengang unterstützen und unter anderem auch dem Rundrücken vorbeugen: „Im richtigen Gehen hebt sich die Ferse und das Gewicht des Körpers wird auf den Vorderfuß verlagert.“  

Freiraum für die Zehen

Barfußschuhe haben im Unterschied zu konventionellen Schuhen keinen oder kaum einen Höhenunterschied zwischen Ferse und Vorfuß, die sogenannte Sprengung. Diese geringere Sprengung ermöglicht es dem Barfußschuh-Läufer, im Sinne einer natürlicheren Lauftechnik mit dem Mittel- oder Vorfuß auf dem Boden aufzusetzen. Die Sohlen sind im Gegensatz zu herkömmlichen Laufschuhen sehr biegsam und begünstigen die natürliche Abrollbewegung des Fußes. Barfußschuhe sind im Vorfußbereich breiter, so dass die Zehen ausreichenden Freiraum bekommen. Jeder einzelne Zeh kann auf Signale durch den Bodenkontakt zum Beispiel mit Greifbewegungen reagieren. Die Fuß- und Beinmuskulatur ist dadurch ständig gefordert, wird kräftiger und stabilisiert die Laufbewegung insgesamt.

Barfußseminare

Die Anbieter haben in der Regel umfangreiches Informationsmaterial auf ihre Internetseiten eingestellt und bieten in den unterschiedlichen Regionen auch Workshops an. Empfehlenswert ist auch der Besuch der Stores, in denen sich das Laufen auf unterschiedlichem Untergrund ausprobieren lässt. Weitere Informationen über das Laufen in Barfußschuhen finden sich hier.

 

Zurück zu den Wurzeln

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Zu Schade zum Wegspülen

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Einfach mal abschalten

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