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    Alte Apfelsorte – und gut verträglich
06.02.2017|Gesundheit
Alte Obstsorten

Kaiser Wilhelm und Granny Smith

Alte Obstsorten – Alter Kölner? Kaiser Wilhelm? Minister von Hammerstein? Mit diesen Namen verbinden nur Kenner Äpfel, während den meisten von uns eher die Sorten Gala, Golden Delicious oder Granny Smith vertraut sind.

Etwa 20 Apfelsorten finden sich heute in gut sortierten Märkten, dabei gibt es eigentlich über 1000 Apfelsorten. Die Vielfalt, die Oma noch kannte, geriet seit den 1950iger Jahren immer mehr in Vergessenheit. Seitdem ist der Normapfel gefragt, der vor allem praktisch für Handel, Transport und Lagerung ist. Das hat einen Haken: So widerstandsfähig wie die alten Sorten sind die Neuen nicht, daher kommen Pflanzenschutzmittel zum Einsatz. Es gibt weitere Nachteile, die vor allem Allergikern das Leben schwer machen.

Kreuzallergien auf dem Vormarsch

Manchem Apfelfreund ist die Freude am kraftvollen Zubeißen im Laufe der Jahre vergangen: Es brennt oder juckt im Mund, manchmal schwellen sogar Lippen oder Rachen an. Das betrifft oft Menschen mit einer Baumpollenallergie. Kein Wunder, denn das Hauptallergen der Birkenpollen ist verwandt mit Allergenen z.B. in Apfel, Kirsche, Pfirsich oder Aprikose, man spricht auch von einer Kreuzallergie. Die Ausprägung scheint aber, je nachdem zu welchem Apfel man greift, unterschiedlich zu sein. Manche Betroffenen vertragen die alten Apfelsorten mit den lustigen Namen wie Altländer Pfannkuchenapfel, Schöner aus Boskoop oder Wintergoldparmäne zu ihrer Überraschung gut. Ein Grund dafür könnte sein, dass alte Apfelsorten mehr Polyphenole enthalten, die dafür sorgen, dass das Apfelallergen inaktiviert wird.

Teilnehmer für eine Studie gesucht

Willi Hennebrüder, der sich beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Ortsgruppe Lemgo für den Erhalt alter Apfelsorten engagiert, sammelt seit einigen Jahren Hinweise von Allergikern, welche Apfelsorten  gut vertragen werden und welche nicht. Dabei entstand unter http://www.bund-lemgo.de/download/01ApfelallergieSL2015Into6allgemein.pdf  eine  ausführliche Datenbank. Auf seine Initiative hin soll in diesem Jahr am Allergiezentrum der Berliner Charité eine medizinische Studie zur Verträglichkeit von Apfelsorten starten. Professor Karl-Christian Bergmann wird die Studie leiten, es werden noch Sponsoren und Teilnehmer gesucht (s. Kasten). Ob sich aus dieser Studie dann allgemeingültige Empfehlungen für Allergiker ableiten lassen, wird sich zeigen. Eine Hilfe für Betroffene wäre es allemal. Und ein weiteres Argument dafür, alte Obstsorten wieder mehr zu beachten.

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