Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzerklärung » OK
  • auszeitcoaching-christina-kropp.jpg
    Christina Kropp
  • Mentaltraining.JPG
    Mentales Training am Stand
  • wandern.JPG
    Auch Wandern ist hilfreich um den Kopf freizubekommen
23.11.2018|Gesundheit
Auszeit

Einfach mal abschalten

Auszeit – Dauerhafter Stress zermürbt. Die Psyche leidet und die Gesundeit auch. Regelmäßige Auszeiten können helfen, zur Ruhe zu kommen und seine Probleme neu zu ordnen. 

Herbert, der seinen kompletten Namen nicht nennen möchte, war völlig ausgelaugt. Sein Leben drehte sich nur noch im Kreis. Er funktionierte, wurde aber zunehmend unglücklicher. Irgendwann rebellierte auch sein Körper. Er wurde immer häufiger krank, ein einfacher Schnupfen, dann eine Grippe, immer wieder Kopfschmerzen. Es musste sich etwas ändern. Das war ihm schon lange klar. Er machte ein Auszeitcoaching. Er flog ans Meer. Nach Spanien. Lebte in einem Wohnwagen, kletterte Berge hinauf, saß am Strand, genoss den gleichmäßigen Wellengang und lernte abzuschalten. 

 

Sich neu fokussieren

Klingt einfach. Und ist es irgendwie auch. „Man muss sich nur darauf einlassen und man muss es wollen“, sagt Christina Kropp, Coach und Mentaltrainerin aus Husum. Im hohen Norden und an der Küste Katalaniens hilft sie Menschen, sich neu auszurichten, zur Ruhe zu kommen und zu ordnen. „Sich neu fokussieren“, nennt sie es. Außerdem schafft allein schon das Reisen mehr Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. „Es ist ein Entwicklungsbeschleuniger, wenn wir uns neuen Orten und Herausforderungen stellen. Unterwegs geht meist mehr schief als in der Alltagsroutine. Auch wenn‘s erst nicht so aussieht: Wir gewinnen dadurch Zuversicht und werden gelassener, weil wir neue Situationen gemeistert haben“, erklärt Kropp den Sinn und Zweck der Auszeiten am Meer. 

 

Problembelastende Gedankenwelt wird ausgeblendet

Es ist aber keine Urlaubsreise im klassischen Sinn. Kropps Auszeiten haben ein Programm. Viele Outdoor-Aktivitäten stehen darauf. Eine Wanderung inklusive Bergbesteigung gehören dazu. „Das hilft, den Kopf frei zu kriegen. Mal an nichts zu denken, sondern sich nur auf seine Schritte zu konzentrieren“, erklärt Kropp. Hinzu kommen Mentaltrainings am Morgen. Da werden Bälle geworfen, Gedankenspiele eingebaut und Schrittfolgen eingeübt. „Spielchen“, die so manchen Teilnehmer zunächst kopfschüttelnd zurücklassen. Aber es funktioniert. Die Übungen helfen, beide Gehirnhälften zu aktivieren, sich zu konzentrieren und zu fokussieren. Dabei wird die frühere problembalstende Gedankenwelt völlig ausgeblendet. 

 

Erholung von Arbeitsbelastungen

Wie wichtig Auszeiten sind, untersuchen die beiden Wissenschaftlerinnen Anne-Kathrin Konze und Lilian Gombert. Die beiden Frauen sind Arbeitspsychologinnen am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung der Technischen Universität Dortmund. In ihrer Forschung beschäftigen sie sich damit, wie man in modernen Arbeitsumgebungen gesund und leistungsfähig bleiben kann. „Das Thema Erholung von Arbeitsbelastungen spielt dabei eine große Rolle – insbesondere vor dem Hintergrund der immer mehr verwischenden Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit“, erklärt Gombert. In ihren empirischen Studien untersuchen sie etwa, ob Erholungseffekte bereits auf Tagesebene zum Beispiel durch Schlaf, Abschalten von der Arbeit am Abend oder ähnlichen Phasen auftreten können. 

In einer ihrer jüngsten Studien haben die beiden Psychologinnen etwa untersucht, wie sich die berufliche Smartphone-Nutzung nach Feierabend auf das psychische Wohlbefinden am nächsten Arbeitstag auswirkt. Ihre Studie zeigt, wer immer und überall mobil erreichbar bleibt, kann nicht mehr abschalten. Die Erwartung, immer erreichbar zu sein, sowohl privat als auch beruflich, schlägt sich kurz über lang auf die psychische Gesundheit nieder. Wie häufig das berufliche Smartphone im privaten Umfeld genutzt wird, zeigte das Statistische Bundesamt. Fast jeder Zweite checkt noch mal schnell die E-Mails nach Feierabend oder an den Wochenenden und schaut, welche Anrufe vielleicht verpasst wurden. 

 

Abschalten kann man lernen

Flexible Arbeitszeiten, zu denen es auch gehört, von zu Hause zu arbeiten, sind ein Fluch und Segen zugleich. „Sind wir flexibler, bedeutet es gleichzeitig auch, dass wir immer mehr möglich machen können“, sagt Christina Kropp. Ist dies dann mal nicht der Fall, beschäftigen uns die unerledigten Dinge, die E-Mail vom Kunden oder Chef, die nicht gerade freundlichen Inhalts war. Das kann zu schlechtem Schlaf führen, aber vor allem auch dazu, nicht abschalten zu können. Wir beschäftigen uns viel mehr mit unerledigten Aufgaben als mit abgeschlossenen. Daher müssen wir lernen, das Smartphone einfach mal auszumachen. „Ich stelle es oft auf Flugmodus. Ich muss nicht überall erreichbar sein“, sagt Kropp und plädiert dafür dies Schritt für Schritt zu lernen. (sw)

Schlemmen ohne Kalorien

Es klingt wie ein Traum. Als die Nachricht aus dem Kölner Hause Pfeifer und Langen die Öffentlichkeit erreichte, einen kalorienfreien Zucker auf den Markt zu bringen, freuten sich die Verbraucher. In Japan seit 2010 zugelassen, ist für Deutschland ein solches Produkt absolutes Neuland.

Dem Heißhunger entrinnen

Glykämischer Index – Süßigkeiten und Snacks braucht kein Mensch. Sie liefern häufig die überflüssigen Kalorien, die uns das Leben schwer machen. Dennoch spüren viele Menschen einen Heißhunger darauf.    

Gutes Essen – gute Laune

Ernährung – Wir alle wissen eigentlich, wieviel wir essen und trinken sollten. Aber unser Grundbedürfnis nach Sättigung wird durch andere Motive überlagert. Viele essen mehr, als gut ist. Nehmen Nahrungsmittel Einfluss auf unser Gehirn? Gwen-Autorin Ruth Rösch ist dieser Frage nachgegangen.

© 2014 - 2018 GWEN Magazine