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    Das Logo des Vereins auf einer Postkarte
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    Die Vereinsgründerin: Sabine Lydia Müller
26.10.2017|Bessermacher
Unternehmensnetzwerk

dasselbe in grün

Nachhaltigkeit Der Name ist Programm: Der Verein „dasselbe in grün“ vereint Unternehmen in Deutschland, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben haben. Aufgenommen wird nur, wer den Großteil der strengen Kriterien erfüllt.

Es gibt viele Berufs- oder Interessenverbände. Doch für Unternehmen, die nachhaltige Produkte oder Dienstleistungen aus diesem Segment auf dem Markt bringen, gibt es nur wenige Möglichkeiten zum Austausch und für die Vernetzung. Als die frühere Medienfrau Sabine Lydia Müller 2005 ihre Agentur „Symbiose Eins“ gründete und sich damit auf PR und Marketingberatung für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen spezialisiert hat, stellte sie fest, dass eine große Lücke in diesem Bereich klafft, wenn es um den Zusammenschluss nachhaltiger Unternehmen geht. Grün ist eben nicht immer grün. Der Verein schaut auch hinter die Fassade. Transparenz ist wichtig.

Wer dem Verein, der 2009 gegründet wurde, beitreten will, wird auf Herz und Nieren geprüft. Wer nur Bioprodukte verkauft, aber keinen Wert auf fairen Handel oder CO2-neutralen Transport legt, sollte sich überlegen, wie nachhaltig er wirklich arbeitet. Der Verein nennt seinen Aufnahmetest „N-Check“ (Abkürzung von Nachhaltigkeits-Check). Über 100 Unternehmen haben diesen bestanden. Darunter z.B. Dienstleister, Bekleidungsunternehmen und Gastronomiebetriebe. Allesamt zu Bio-zertifiziert oder "best-in-class" mit einem Portfolio, was so nachhaltig ist, wie in der jeweiligen Branche möglich.

„Es geht um weit mehr, als nur den Müll zu trennen“, sagt Sabine Lydia Müller. Die Unternehmen, die sich bei „dasselbe in grün“ vernetzen, handeln sozial, ökologisch und ökonomisch. „Die Firmen fühlen sich alle dem Gemeinwohl verpflichtet“, fügt die PR-Frau und Vereinsvorsitzende hinzu. Jedes Jahr verpflichten sich die Mitglieder dazu, ihre Nachhaltigkeit weiter zu erhalten oder bestenfalls weiter zu entwickeln. Dabei geht es um ökologische Einrichtungen, Verwendung von Ökostrom, nachhaltiges Banking, fair gehandelte Lebensmitteln und ressourcenschonendes Büromaterial. „Es gibt so viele unterschiedliche Ansätze und Möglichkeiten wir entwickeln uns alle stetig weiter“, so die Vereinsvorsitzende Müller.

Im monatlichen Wechsel finden Treffen in Köln und Berlin statt. Es ist wichtig, sich kennenzulernen. Köln und Berlin sind die beiden Hochburgen des Vereins. Dort gibt es jeweils die meisten Mitglieder, obschon auch im Norden und Süden Deutschlands immer mehr Firmen hinzukommen. Die Mitglieder lernen sich kennen, helfen sich, tauschen sich aus und empfehlen sich weiter. „Wir kaufen zum Teil auch von uns untereinander unsere Waren und nehmen Dienstleistungen von anderen Mitgliedern in Anspruch“, verrät Sabine Lydia Müller. Der Verband selbst ist zusätzlich auf Messen präsent, betreibt Lobbyarbeit und ist aktiv auf Social Media Kanälen. Eben so wie es viele Vereine und Verbände für ihre Mitgliedsunternehmen machen, mit dem Unterschied, dass bei „dasselbe in grün“ ausschließlich geprüfte nachhaltige Unternehmen agieren. Dies habe auch für den Verbraucher Vorteile. Wer zum Beispiel eine spezielle Branche in seiner Nähe sucht, hat über die Verbandshomepage die Möglichkeit dazu. (sw)

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