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    Lastenfahrräder gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen.
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    Rund 1.500 solcher e-Trikes sind bei der Deutschen Post schon im Einsatz.
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    Auch der Paketdienst UPS setzt in Städten auf Lastenfahrräder.
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    Für besonders schwere oder sperrige Lasten gibt es Spezialfahrräder mit verlängertem Radstand.
06.09.2017|Mobilität
Lastenfahrräder

Lasten auf die Räder

Lastenfahrräder - Bei der Briefzustellung, bei Kurierdiensten und auf Werksgeländen war und ist der Einsatz von Lastenrädern schon eine Selbstverständlichkeit. Nun eröffnen elektrische Antriebe ganz neue Anwendungsbereiche.

Das Fahrrad feiert 2017 großen Geburtstag: im Jahr 1817 erfand Karl Drais seine Laufmaschine – die Urform des Fahrrads. In den zurückliegenden 200 Jahren hat die Laufmaschine viele Veränderungen erfahren, bis sie schließlich zu unserem heutigen Fahrrad geworden ist. Zeitweise totgesagt, ist das Fahrrad heute das weltweit am meisten genutzte Transportmittel und zentrales Element für die Entwicklung einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Mobilität. Auch schwere, sperrige Lasten sind kein Problem mehr – das Lastenfahrrad ist in vielerlei Hinsicht die beste Wahl als Transportmittel und erfreut sich immer größer werdenden Beliebtheit. Grund dafür ist vor allem der Elektroantrieb, der das Rad selbst bei schwerer Ladung leichtgängig macht – anstrengendes Strampeln ist damit Schnee von gestern. Das macht Lastenräder zu einer praktischen, preiswerten und umweltfreundlichen Alternative zum Auto.

Vor allem in Städten, wo die Straßen eng, der Verkehr dicht und viele Zwischenstopps nötig sind, setzen Unternehmen immer häufiger Lastenfahrräder ein. Der Online-Handel verstärkt diese Entwicklung zusätzlich, weil häufig viele kleinteilige Sendungen zugestellt werden müssen. Deshalb hat die Deutsche Post bundesweit schon rund rund 10.050 Pedelecs (E-Bikes und E-Trikes)) im Einsatz. Auch der Paketdienst UPS setzt in Städten solche Spezial-Pedelecs ein.

„Die bis 25 km/h elektrisch unterstützten Lastenräder haben eine Nutzlast von bis zu 50 kg und erleichtern den Briefzustellern im Stadtbereich die Arbeit erheblich.“ Heißt es in einer Pressemitteilung der Deutschen Post vom März 2017.

Lastenfahrräder in vielen verschiedenen Ausführungen

Ob flinkes Liefer-Pedelec, Kindertransporter oder Schwerlastrad, einspurig, mehrspurig mit Elektroantrieb oder ohne: Lastenfahrräder gibt es in ganz verschiedenen Ausführungen. Häufig ist der Rahmen verstärkt; Lenker oder Gepäckträger dienen als Ladefläche. Sie sind im Alltag leicht zu bedienen, haben aber wegen ihres hohen Schwerpunktes häufig nur eine begrenzte Ladekapazität.

Für besonders schwere oder sperrige Lasten gibt es Spezialfahrräder mit verlängertem Radstand. Sie unterscheiden sich im Fahrverhalten teilweise deutlich von einem normalen Rad.

Worauf man achten sollte

Elektroantriebe für Fahrräder sind groß in Mode und eigenen sich für Lastenfahrräder besonders. Dabei gibt es allerdings einiges zu beachten: Der Motor muss für die Anforderungen, die an das Rad gestellt werden, geeignet sein. Denn sonst kommt er an steilen Anstiegen bei voller Ladefläche rasch an seine Grenzen.

Auch der Akku muss genug Kraft haben, um den Motor antreiben zu können. Obendrein muss er lange genug durchalten, damit Kuriere und Postboten ihre Routen ohne Reichweitenangst absolvieren können. Hier lohnt es sich in jedem Fall, die Angebote mehrere Hersteller miteinander zu vergleichen. Oft ist auch ein Ersatz-Akku sinnvoll. tk

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