• HundundHerrchen_GWENMagazine.jpg
    Veganes Hundeshampoo für alle Fellarten, demnächst im Handel. Reinhard Krinke hat damit eine Marktlücke entdeckt.
  • 01_Phase123_Ampulle_Ante.jpg
    Kommt ohne Siegel aus: Die Naturkosmetik von Rosel Heim gibt es nur im Kosmetikstudio. Mit den Pflegeserien eins bis drei lassen sich viele Hautprobleme lindern.
  • Dr Hauschka Lipstick 01 rostrot_Original_GWENMagazine.jpg
    Zu 100 Prozent Naturkosmetik: der klassische Lippenstift von Dr. Hauschka. Die Autorin des Beitrags nutzt die Produkte von Dr. Hauschka seit Jahren. Ihr Fazit: sehr gut verträglich – und die Lippenstifte sind „kussecht“.
  • Yverum_GWENMagazine.jpg
    Auf der Vivaness mit dem Best Product Award ausgezeichnet: das Anti-Aging-Serum von Yverum. Ein bis zwei Tropfen für Gesicht, Hals und Dekolleté genügen, dann erst wird die Pflegecreme aufgetragen.
  • Speick_MENActive_GWENMagazine.jpg
    Men Active ist eine Pflegeserie für den Mann. Die Rasiercreme besteht unter anderem aus hautberuhigendem Schilfrohrextrakt und ist vegan.
  • Martina Gebhardt_Vivaness_GWENMagazine.jpg
    Anti-Aging – ein großes Thema für alle Anbieter von Naturkosmetik. Die nährenden Öle ziehen rasch ein und hinterlassen ein samtweiches Hautgefühl.
  • Nonique_Best New Product Award.jpg
    Auch Nonique hat den Best Product Award der Vivaness erhalten – für die Anti-Aging Körpercreme.
05.03.2015|Gesundheit
Naturkosmetik

Auf den Hund gekommen

Naturkosmetik – Vivaness heißt die einzige Fachmesse, auf der ausschließlich kontrollierte Naturkosmetik vorgestellt wird. GWEN-Autorin Heike Bering hat sich dort umgesehen. Ihr Fazit: Nicht nur auf die Zertifikate schauen. Vielmehr auf Glaubwürdigkeit achten.

Auf der Vivaness darf nicht jeder ausstellen. Wer dabei sein möchte, muss mit den gängigen Zertifikat wie BDIH, CSE - Natural Cosmetic Standard, ICADA oder NaTrue nachweisen, dass er tatsächlich Naturkosmetik produziert – und nicht etwa nur „naturnahe“ Kosmetik. Oder er muss die Inhaltsstoffe von den Chemikern der Vivaness prüfen lassen.

Auf Glaubwürdigkeit achten

Es gibt mittlerweile sehr viele Anbieter von Naturkosmetik, und das Angebot in den Regalen der Drogerie-, Bio- und Fachmärkte oder Apotheken wird allmählich unübersichtlich. Elfriede Dambacher, Expertin für Naturkosmetik, beobachtet im Markt, dass viele Konsumenten neben den Siegeln auch darauf achten, wie glaubwürdig und authentisch eine Marke erscheint. „Heute ist es leicht, schnell verlässliche Informationen zu erhalten. Das Internet und auch Blogs bieten viele Möglichkeiten, das richtige Produkt zu finden“, so Dambacher.

Rosel Heim stellt seit 80 Jahren Naturkosmetik her und ist im Vergleich zu den großen Marken Dr. Hauschka, Weleda, Speick, Annemarie Börlind oder Kneipp nur wenigen bekannt. Auch findet sich auf den schlichten weißen Verpackungen keines der bekannten Siegel. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, unsere Kosmetik nicht zertifizieren zu lassen“, erläutert Dominic Schüler, Marketingdirektor des Unternehmens. „Was ist gut für die Haut, was ist verträglich? Aus diesem Ansatz heraus ist schon die Gründerin Rosel Heim dazu gekommen, reine Naturkosmetik herzustellen und sowohl auf chemische Substanzen als auch auf tierische Inhaltsstoffe zu verzichten.“ Ein Ansatz, der überzeugt. Manuela Reisch führt in Denkendorf bei Stuttgart eine Hautpflegepraxis und arbeitet seit 20 Jahren mit den Produkten von Rosel Heim. „Ich beobachte keine kurzfristigen Effekte, sondern eine langfristige Verbesserung der Haut“, so die erfahrene Kosmetikerin.

Sich Zeit zu nehmen, beraten zu lassen und an das passende Produkt heranzutasten, ist mit Sicherheit ein guter Weg. Wer jedoch auf schnellem Weg Naturkosmetik in den gängigen Drogeriemärkten kaufen möchte, wird sich an einem Zertifikat orientieren müssen – es ersetzt bei der vergleichsweise günstigen Massenware schlicht und einfach die Beratung.

Eine Broschüre für den Durchblick

Sophie von Lilienfeld-Toal befasst sich ständig mit den Zertifizierungen von Naturkosmetik. Als Geschäftsführerin des Instituts für angewandte Wirtschaftsethik (GfaW) zählt sie vermutlich zu den wenigen, die den Durchblick haben – und war auf der Vivaness mit einem Informationsstand präsent. Das Institut hat die erhellende Broschüre „Raus aus dem Labeldschungel“ herausgegeben und informiert kurz und knapp über die einzelnen Siegel und was sich an ihnen ablesen lässt.

„Wenn ein Unternehmen über das reine Produkt hinaus auch im sozialen und wirtschaftlichen Bereich als nachhaltig bewertet werden kann, lässt sich das zum Beispiel am Siegel CSE erkennen, das für Certified Sustainable Economics steht und vom GfaW mitentwickelt wurde“, so Lilienfeld-Toal. Auch das Demeter-Zeichen sei empfehlenswert, wenn für die Käufer diese weiter reichenden Aspekte eine Rolle spielten. Martina Gebhardt stellt seit 30 Jahren Naturkosmetik her. Sie nimmt für sich in Anspruch, das „weltweit erste Unternehmen“ zu sein, das zu 100 Prozent Demeter-zertifizierte Kosmetik anbietet. 

Vegane Kosmetik: Nachfrage boomt

Die vegane Blume schließlich ist das entscheidende Label für diejenigen, die nach Kosmetik ohne tierische Bestandteile suchen; schließlich sind für Veganer auch tierische Nebenprodukte wie Bienenhonig oder Wollwachs tabu. Naturkosmetik ist nicht zwangsläufig vegan, da heißt es: aufpassen. Auf der Vivaness wurde „vegan“ als der große Trend diskutiert. „Die Nachfrage nach Kosmetik, die ohne tierische Inhaltsstoffe hergestellt wird, boomt“, beobachtet Udo Funke, Leiter Veranstaltungen Biofach und Vivaness. Wie bei allen Trends darf man gespannt sein, wie lange er anhält. Je größer das Angebot, umso einfacher wird es, vegan zu leben.

Auf dem Stand von Yeauty gab es den unvermeidlichen grünen Smoothie – und die erste zertifizierte und vegane Hundeshampoo-Serie in Deutschland, aufgelegt von Hund & Herrchen, einer neuen Marke des Unternehmens. Der Geschäftsführer und bekennende Hundeliebhaber Reinhard Krinke sagt, er sei der erste Anbieter zertifizierter, veganer Pflege für Vierbeiner. Er meint es ernst. „Nach vierjähriger Entwicklungszeit hat unsere Serie eingeschlagen wie ein Bombe“, so Krinke. Ein knuffiges Hundewelpen bringt es rüber, vielleicht wirkungsvoller als ein Siegel. Krinke hat beides. 

Entspannt durch Anspannung

Progressive Muskelentspannung – Wenn der Körper locker lässt, tut das auch der Psyche gut. Die Muskelentspannung nach Jacobson hilft bei so unterschiedlichen Leiden wie Kopfschmerzen, Ängsten und Bluthochdruck.

Steiniger Weg

Cannabis-Medikamente – Seit Jahren fordern Patientenverbände und Mediziner die Legalisierung von Cannabis-Medikamenten als nachhaltigen Beitrag zur Patientenversorgung. Der Weg dahin ist zumindest in Deutschland steinig und lang.

Hilfe aus dem Internet

Sucht – Wer seinen Alkohol- oder Drogenkonsum nicht mehr im Griff hat, schämt sich häufig, das einzugestehen – und nimmt zu spät oder gar keine Hilfe in Anspruch. Deshalb werden Beratungen und Therapien immer öfter anonym über das Internet angeboten.

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